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Toyota geht als Favorit in die Hypercar-Klasse bei den Rolex 6 Hours of São Paulo, nachdem das Team Anfang des Monats seinen sechsten Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Le Mans feiern konnte. Für einen Hersteller, der nach einem schwierigen Jahr 2025 wieder in die Erfolgsspur zurückfinden will, könnte der Zeitpunkt kaum besser sein.
Der japanische Hersteller ist historisch gesehen der stärkste Teilnehmer bei den bisherigen fünf Gastspielen der FIA WEC auf dem Autódromo José Carlos Pace und konnte bereits zweimal in Brasilien gewinnen – öfter als jeder andere Hersteller. Diese Bilanz gibt Toyota einen klaren Anhaltspunkt für die Rückkehr der Meisterschaft nach Interlagos, doch der Wettbewerb ist noch lange nicht entschieden.
BMW, das im Mai in Spa-Francorchamps seinen ersten Hypercar-Sieg feierte, und der amtierende Titelverteidiger Ferrari gelten beide als unmittelbare Herausforderer. Für Ferrari ist die Aufgabe besonders anspruchsvoll, da das Team in der vergangenen Saison in São Paulo mit einem Mangel an Geschwindigkeit zu kämpfen hatte.
Cadillac geht als der wohl größte Geheimfavorit in das Wochenende. Der amerikanische Hersteller hat bei allen drei bisherigen Veranstaltungen im Jahr 2026 ein Tempo gezeigt, das für das Podium reicht, konnte diese Leistung jedoch noch nicht in eine entsprechende Platzierung ummünzen. Diese Diskrepanz zwischen Pace und Ergebnis ist eines der zentralen Themen vor dem Rennen in Brasilien. Für Leser, die Cadillacs breiteres Rennsport-Engagement verfolgen, bietet unser aktueller Bericht über Cadillacs Bremsenprobleme beim GP von Österreich weiteren Kontext aus einem anderen hochdruckgeladenen Fahrerlager.
Der Name Cadillac ist zudem fest mit positiven Erinnerungen verbunden. Vor knapp 12 Monaten dominierte Cadillac Hertz Team JOTA in Brasilien, sicherte sich einen souveränen Doppelsieg und bescherte der Marke aus Detroit ihren ersten FIA WEC-Sieg. Am kommenden Wochenende werden sich Will Stevens und Norman Nato den siegreichen #12 V-Series.R teilen, in der Hoffnung, dieses herausragende Ergebnis zu wiederholen.
Die Hypercar-Starterliste weist weitere Anpassungen auf, wobei die beiden Valkyries von Aston Martin nun mit Zwei-Fahrer-Besatzungen antreten. Auch im LMGT3-Feld gibt es einige bemerkenswerte Änderungen.
Kobe Pauwels kehrt in den #23 Aston Martin Vantage des Heart of Racing Teams zurück und ersetzt ‚Dudu‘ Barrichello, der aufgrund einer Terminüberschneidung mit seinem IMSA GTD-Programm, das er derzeit anführt, bei seinem Heimrennen nicht zur Verfügung steht.
Der kürzliche Le-Mans-Sieger Nicky Catsburg fehlt aus ähnlichen Gründen im #33 TF Sport Corvette. Nicolás Varrone, der 2025 für Proton Competition in der Hypercar-Division der FIA WEC fuhr und in São Paulo Punkte sammelte, wird ihn ersetzen.
Esteban Masson wird wieder das Steuer des #78 Lexus RC F des Akkodis ASP Teams übernehmen, nachdem er zuletzt bei den 24 Stunden von Le Mans in der LMP2-Klasse im Einsatz war. Wie Cadillac kehrt auch das französische Team mit positiven Erinnerungen nach Brasilien zurück, nachdem es in Interlagos seinen ersten Sieg in der Serie feiern konnte.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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