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Pascal Wehrlein hat sich die Poleposition für den London E-Prix gesichert und Porsche damit erst zum zweiten Mal in der Formel-E-Geschichte einen kompletten Platz in der ersten Startreihe beschert. Nico Müller machte die Porsche-Doppelspitze perfekt und verschaffte dem Team in der entscheidenden Phase des Titelkampfs einen großen Vorteil.
Für Wehrlein ist das Ergebnis besonders wertvoll. Er war mit fünf Punkten Rückstand auf Tabellenführer Jake Dennis in den Tag gestartet. Die drei Punkte für die Poleposition brachten ihn bis auf zwei Zähler an den Andretti-Piloten heran. Dennis startet nur von Platz fünf, wodurch Wehrlein nun eine wichtige Gelegenheit erhält, von der Spitze aus Druck auszuüben.
Porsches erster Doppelstart aus der ersten Reihe seit dem Mexico City E-Prix 2025 kam zustande, nachdem erstmals in dieser Saison beide Autos das Halbfinale erreicht hatten. Wehrlein hatte in London zuvor bereits fünfmal die Duels erreicht, startet auf dieser Strecke nun aber erstmals aus der ersten Reihe.
Das Ergebnis unterstreicht auch die Bedeutung von Müllers Leistung. Im zweiten Halbfinale war er zwei Zehntelsekunden schneller als Mitch Evans. Damit brachte er beide Porsche ins Finale und schuf das ideale Qualifying-Szenario für das Team.
Die Session begann mit einem Zwischenfall zwischen Dennis und Nyck de Vries von Mahindra Racing. Dennis versuchte, innen vorbeizugehen, wobei es zu einer Berührung kam, als sich hinter ihnen der Verkehr staute. Der Vorfall wurde untersucht. Dennis setzte sich schließlich gegen de Vries durch und fuhr in Gruppe A zunächst die Bestzeit, wurde in der Schlussphase jedoch von Wehrlein und Dan Ticktum geschlagen. Jean-Eric Vergne sicherte sich den letzten Duels-Platz der Gruppe.
Für Dennis endete die Qualifying-Herausforderung im Viertelfinale, als Ticktum für die erste große Überraschung der Session sorgte. Anschließend bezwang Ticktum Vergne, den Halbfinalgegner Wehrleins, bevor er in der nächsten Runde an Wehrlein scheiterte.
Evans setzte sich gegen Joel Eriksson durch, während Müller seinen Jaguar-Teamkollegen Antonio Felix da Costa besiegte und damit das Halbfinalfeld komplettierte. Ticktum startet bei seinem Heimrennen von Platz vier, Eriksson von sechs, da Costa von sieben und Vergne von acht.
Edoardo Mortaras Qualifying wurde bei seinem letzten Lauf in Gruppe A durch ein Problem mit der Bremsbalance beeinträchtigt. Nahe dem ATTACK-MODE-Bereich schlug er in die Mauer ein und beendete die Gruppe auf Platz sieben. De Vries wurde Fünfter.
Auch da Costa berichtete von einem Kontakt mit der Mauer, erreichte aber trotzdem die Duels. Eriksson belegte in Gruppe B den dritten Platz, obwohl ihm mitgeteilt wurde, dass sein Vertrag bei Envision Racing in der kommenden Saison ausläuft. Nach dem Zwischenfall meldete er jedoch, sein Auto sei beschädigt.
Oliver Rowland wurde nach einer unsauberen Runde Siebter. Für ihn war das ein schwieriger Auftakt bei seinem Versuch, zwei Meisterschaften in Folge zu gewinnen. Den weiteren Zeitplan in London finden Sie in unserem vollständigen Guide zum Livestream des Hankook London E-Prix 2026. Weitere Hintergründe zum Titelkampf liefert außerdem unser Bericht über Rowlands Titelchance in London.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.