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Ferrari-Teamchef Fred Vasseur kündigt weitere Verbesserungen an der Antriebseinheit an. Damit will der Rennstall den Rückstand auf Mercedes verkürzen und den Druck im Titelkampf der Formel 1 aufrechterhalten.
Nach der ursprünglichen Analyse der FIA standen Ferrari in dieser Saison noch zwei zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten zur Verfügung. Eine davon nutzte das Team für eine Neuerung beim Großen Preis von Österreich. Vasseur machte jedoch deutlich, dass die Antriebseinheit weiterhin Aufmerksamkeit erfordert, wenn Ferrari auf die jüngste Serie besserer Ergebnisse aufbauen will.
Besonders deutlich zeigt sich Ferraris Aufwärtstrend im Punktevergleich mit Mercedes. Vasseur zufolge war Mercedes vor Spanien „wie im Flug unterwegs“ und hatte sich über vier oder fünf Rennen einen Vorsprung von ungefähr 100 Punkten erarbeitet. Seit Spanien hat Ferrari diesen Trend umgekehrt und in den folgenden fünf Rennen mehr Punkte als Mercedes gesammelt.
„Wir wissen, dass wir uns bei der Motorleistung verbessern müssen – und das werden wir auch tun, selbst wenn die Trägheit bei der Antriebseinheit deutlich größer ist als beim Chassis“, sagte Vasseur.
Umfang und Zeitpunkt der Verbesserungen werden für Ferraris Chancen entscheidend sein. Vasseur betonte, dass das Team sein Entwicklungstempo beibehalten müsse. Zugleich räumte er ein, dass McLaren mit größeren Upgrade-Paketen große Fortschritte gemacht hat. Ferrari verfolgt dagegen einen kontinuierlicheren Ansatz und bringt von Rennen zu Rennen neue Teile. Auch beim Chassis hat der Rennstall noch Verbesserungspotenzial ausgemacht.
Mehr Hintergründe zu Ferraris Entwicklungsrichtung bei der Antriebseinheit gibt es in unserem Bericht über das geplante Motor-Upgrade des Teams.
Laut Vasseur hat Ferrari beim jüngsten Rennen in Budapest seine Möglichkeiten nicht vollständig ausgeschöpft. Er hätte sich einen Doppelsieg gewünscht, doch das Team holte trotzdem mehr Punkte als Mercedes und verkürzte den Rückstand in der Meisterschaft um einen weiteren Zähler.
Seit dem Großen Preis von Monaco hat Ferrari Mercedes um sieben Punkte übertroffen. Das ist ein Fortschritt, aber noch keine entscheidende Wende. Deshalb werden jeder Entwicklungsschritt und eine fehlerfreie Rennumsetzung immer wichtiger, zumal noch zahlreiche Rennen ausstehen.
„Wir haben das Gefühl, dass wir weit von unserem möglichen Maximum entfernt waren. Unter diesen Umständen verlieren wir keine Punkte“, sagte Vasseur. „Das ist die positive Erkenntnis, die ich mit in meinen Urlaub nehmen werde.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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