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Der Umzug der Formel E nach Brands Hatch spiegelt eine klare Schlussfolgerung wider, die bereits früh im Entwicklungszyklus der Gen4-Ära gezogen wurde: Das verwinkelte Layout des London ExCeL wurde zu eng, um die schnelleren und spektakuläreren Autos, die Ende 2026 eingeführt werden, angemessen in Szene zu setzen.
Das ExCeL hat der Meisterschaft gute Dienste geleistet und sich nach dem schwierigen Start in der Pandemie-Ära zu einem natürlichen Austragungsort für das Saisonfinale in drei der fünf Saisons entwickelt, in denen dort Rennen stattfanden. Doch da die Gen4-Ära eine größere Bühne erfordert, wurde Brands Hatch als Austragungsort in Großbritannien gegenüber Silverstone ausgewählt. Der Vertrag umfasst Berichten zufolge mindestens vier Ausgaben bis 2030.
Der Wechsel fügt sich zudem in die umfassende Erweiterung des Gen4-Kalenders der Formel E ein. Brands Hatch gehört zu den wichtigsten Neuzugängen, die im Rekord-Rennkalender der Meisterschaft detailliert aufgeführt sind: Formel E: Rekordkalender 2026/27 mit neuen F1-Strecken vorgestellt.

Motorsport Vision Ltd, Eigentümer von Brands Hatch, betrachtet das Projekt als Chance für beide Seiten: Die Formel E gewinnt eine traditionelle Rennstrecke mit starker lokaler Anziehungskraft, während Brands Hatch von der etablierten Zuschauerschaft der Meisterschaft profitieren kann.
MSV-Geschäftsführer Jonathan Palmer sagte gegenüber The Race: „Was ich besonders spannend finde und worauf ich mich freue, ist die Tatsache, dass die Formel E in den 13 Jahren ihrer Entwicklung großartige Arbeit geleistet hat, um mit dieser Art von Spitzentechnologie eine eigene, unverwechselbare Fangemeinde aufzubauen.“
Palmer räumte auch ein, dass sich die Formel E nicht immer stark mit dem traditionellen Motorsportpublikum überschnitten hat. Genau das macht Brands Hatch so attraktiv. Er glaubt, dass die regelmäßigen Besucher der Rennstrecke in Kent neugierig darauf sein werden, wie die Gen4-Autos auf dem Grand-Prix-Layout performen, das sie so gut kennen.
Formel-E-CEO Jeff Dodds ist trotz der Tatsache, dass Brands Hatch nicht die urbane Identität von Battersea Park oder dem London ExCeL besitzt, sehr optimistisch bezüglich des Wechsels. Er argumentierte, dass Brands Hatch immer noch nah genug an London liegt und ein Zuschauererlebnis wie in einem Amphitheater auf einer anspruchsvollen Strecke bietet.
Dodds verglich die Gelegenheit mit Jarama, wo die Formel E in dieser Saison für ein großes Publikum und eine tolle Atmosphäre sorgte. Die Absicht ist es, Brands Hatch so zu gestalten, dass eine angesehene Rennstrecke eine frische, internationale Plattform erhält.
Die Formel E und Brands Hatch arbeiten zudem an subtilen Modifikationen des Grand-Prix-Kurses, anstatt dauerhafte Veränderungen vorzunehmen. Oli McCrudden, VP für Gastgeberstädte bei der Formel E, erklärte, dass drei Verbesserungen geprüft werden. Dabei werden Gen4-Testdaten und Simulationen genutzt, um das Energiemanagement, die Rundenzeiten und die Rekuperationszonen zu definieren.
Der Fokus liegt dabei vermutlich auf den Bereichen um Pilgrims Drop, Hawthorns, Westfield und Dingle Dell. McCrudden betonte, dass das Ziel nicht darin bestehe, die Strecke zu verwässern, sondern Elemente hinzuzufügen, die sie besser an das Leistungsprofil der Formel E anpassen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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