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Wie Hadjar in Singapur trotz Start aus der Boxengasse punktete

Isack Hadjar rettete beim schwierigen Großen Preis von Singapur einen Punkt. Nach dem Start aus der Boxengasse kämpfte er sich auf Platz zehn vor – nach einem turbulenten Wochenende mit Red Bull. Das Tempo des Autos in der Schlussphase stimmte ihn zuversichtlich, auch wenn die Zuverlässigkeitsprobleme ungelöst blieben.
Technische Probleme mit seinem RB22 hatten Hadjars Wochenende durcheinandergebracht. Im Sprint schied er aus, im Qualifying zum Grand Prix konnte er keine Rundenzeit setzen. Wegen Änderungen an der Antriebseinheit musste er das 62-Runden-Rennen am Sonntag aus der Boxengasse aufnehmen, wie der Zeitplan für das Singapur-Grand-Prix-Wochenende 2026 zeigt.

Hadjar nutzte die weichen Reifen in der Schlussphase
Hadjar sagte, Softwareprobleme und eine schwierige Anfangsphase hätten ihn ans Ende des Feldes zurückgeworfen. Den Medium-Reifen bezeichnete er als Schadensbegrenzung, da er ihn an diesem Wochenende für die schwächere Mischung hielt. Mit den Soft-Reifen lief es besser, doch davon standen ihm nur wenige Runden zur Verfügung.
Auf den Soft-Reifen gab Hadjar alles und überholte mehrere Fahrer, während er sich durch das Feld nach vorne arbeitete. In den Schlussrunden nahm er Pierre Gasly schließlich Platz zehn ab und sicherte sich damit den letzten Punkt. Sechs Sekunden hinter George Russell kam Hadjar ins Ziel – auch Russell war von weit hinten gestartet.
Der Reifenunterschied war ein wichtiger Teil der Rennstrategie, die wir in unserem Strategieleitfaden zum Großen Preis von Singapur 2026 genauer beleuchten. Hadjars Aufholjagd fiel zudem mit dem Sieg seines Teamkollegen Max Verstappen zusammen.

Red Bull muss weiter an der Zuverlässigkeit arbeiten
Hadjar freute sich über das Tempo, das er in der Schlussphase gefunden hatte. Verstappens Sieg und seine eigene Aufholjagd vom Ende des Feldes gaben ihm nach eigener Aussage Zuversicht für die kommenden Rennen. Zugleich warnte er, dass das Team noch nicht wisse, wie sich ein erneutes Auftreten der technischen Probleme verhindern lasse.
Die neuen Komponenten der Antriebseinheit waren für das Rennen am Sonntag eingebaut worden. Das sei jedoch keine Garantie dafür, dass die Probleme behoben seien, sagte Hadjar. Red Bull werde die Ursachen in den kommenden zwei Wochen untersuchen. Das Team müsse die Schwierigkeiten verstehen und verhindern, dass sie erneut auftreten, betonte er.
Der Punkt war eine willkommene Ausbeute nach einem Wochenende, an dem Red Bull leer auszugehen drohte. Hadjar verließ Singapur mit einem guten Gefühl für das grundsätzliche Tempo des Teams – machte aber klar, dass die Zuverlässigkeit Vorrang hat.
