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Oliver Bearmans Aufstieg in der Formel 1 hat ihn zu einem offensichtlichen Kandidaten für eine künftige Beförderung zu Ferrari gemacht. Martin Brundle glaubt jedoch, dass der Brite allmählich Alternativen prüfen sollte, da Ferraris aktuelle Fahrerpaarung zunehmend festzustehen scheint.
Bearman debütierte beim Großen Preis von Saudi-Arabien 2024 in der Formel 1. Er sprang für Carlos Sainz ein, nachdem beim Spanier während des Rennwochenendes eine Blinddarmentzündung diagnostiziert worden war. Bearman kam als Siebter ins Ziel – ein sofortiges Ausrufezeichen, das ihm schließlich ein Stammcockpit beim Ferrari-Kundenteam Haas einbrachte.
In seiner zweiten kompletten Saison hat der 21-Jährige seinen Ruf weiter gefestigt. Im VF-26 war er seinem erfahreneren Haas-Teamkollegen Esteban Ocon regelmäßig überlegen. Damit bestätigte er die Einschätzung, dass er auf dem Radar der führenden Teams des Sports stehen muss.
Bei Ferrari könnte in naher Zukunft allerdings kein Platz frei werden. Lewis Hamilton jagt wieder Titeln hinterher und liegt vor der Sommerpause auf Rang zwei der Fahrerwertung. Fünf Podestplätze und ein Rennsieg stehen bereits zu Buche. Charles Leclerc scheint dem in Maranello beheimateten Team ebenfalls mittelfristig treu zu bleiben. Zu Leclercs Verhältnis zu Max Verstappen gibt es hier weitere Einblicke.
Während Ferraris Entwicklung weiterhin Aufmerksamkeit auf sich zieht, unter anderem durch seine Upgrade-Strategie für den SF-26, glaubt Brundle, dass Bearman nicht unbegrenzt auf ein Cockpit warten kann, das womöglich in absehbarer Zeit gar nicht frei wird.
„Haas ist ein äußerst glaubwürdiges Team im Formel-1-Starterfeld. Ich möchte nicht kleinreden, was dort geleistet wird, und wir würden sie sehr vermissen“, sagte Brundle.
„Ollie Bearman braucht vielleicht einen Plan B, denn Lewis und Charles sind bei Ferrari offensichtlich noch eine Weile fest gesetzt.“
Auch Bearmans unmittelbare Zukunft bei Haas ist noch nicht vollständig geklärt. Das Team hat seine Fahrerpaarung für die kommende Saison noch nicht bestätigt. Brundle deutete zudem an, dass Ocons Position nach Bearmans starken Auftritten gefährdet sein könnte.
Auf die Frage, ob Haas Bearman und Ocon 2027 behalten werde, antwortete Brundle: „Nein – um Ihre Frage zu beantworten. Ich glaube, dass sie sich auch einige andere junge Fahrer ansehen.“
Er ergänzte, Bearman sei als Ferraris „künftiger Star“ und „designierter Nachfolger“ betrachtet worden. Die Verzögerung bei seinem erwarteten Aufstieg könnte den Fahrer nun jedoch dazu zwingen, seine Karriere selbst in die Hand zu nehmen.
„Es kommen einige andere schnelle junge Fahrer nach“, schloss Brundle. „Deshalb weiß ich nicht, wie es für ihn weitergeht.“
Da auch Max Verstappens Zukunft bei Red Bull als unsicher beschrieben wird, wurde Bearman mit einem möglichen Wechsel nach Milton Keynes in Verbindung gebracht. Verstappen hatte Red Bulls Prioritäten vor der Sommerpause erst kürzlich klar benannt. Brundles Botschaft ist vorerst eindeutig: Ferrari mag das große Ziel bleiben, doch Bearman sollte sich einen anderen Weg offenhalten.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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