Ferrari-Motor nach Crash: Leclerc hofft auf Rettung ohne Strafe

Charles Leclerc hofft weiterhin darauf, dass Ferrari die verbesserte Power-Unit nach seinem schweren Unfall beim GroĂen Preis von Italien retten kann, um eine drohende Startplatzstrafe im spĂ€teren Saisonverlauf abzuwenden.
In Runde zwei in Monza erlebte Leclerc einen heftigen Einschlag in der Parabolica, der sein Auto zerstörte und eine rote Flagge nach sich zog. Der Monegasse war auf der Heimstrecke der Scuderia zum allerersten Mal mit Ferraris neu eingefĂŒhrter ADUO-Ausbaustufe unterwegs.
Nach der heftigen Kollision wurde der Motor aus dem Fahrzeug ausgebaut und beim folgenden GroĂen Preis von Spanien in Madrid nicht eingesetzt, wĂ€hrend die Ingenieure ihre detaillierten technischen Analysen fortsetzten. Sollte sich herausstellen, dass das Triebwerk irreparabel beschĂ€digt ist, muss Leclerc eine weitere ADUO-optimierte Komponente in seinen Komponenten-Pool aufnehmen â was wegen Ăberschreitung des erlaubten Saisonkontingents eine Grid-Strafe zur Folge hĂ€tte.

Warten auf Ferraris Motoren-Urteil
Zur Situation rund um den Zustand der Antriebseinheit bestÀtigte Leclerc, dass die Untersuchungen in Maranello noch laufen.
âSoweit ich weiĂ, prĂŒfen sie das Ganze im Moment noch; wir werden sehenâ, erklĂ€rte Leclerc. âIch meine, ich weiĂ es selbst noch nicht. Wenn wir es schaffen, den Motor zu retten, wĂ€re das groĂartig. Wenn nicht, droht uns wohl irgendwann eine Strafe.â
Die potenzielle Startplatzstrafe erhöht den Druck auf Ferraris Saison zusĂ€tzlich, da das Team bemĂŒht ist, das Maximum aus seinen Technikpaketen herauszuholen, ohne kostspielige RĂŒckschlĂ€ge hinnehmen zu mĂŒssen.

Defizite im Qualifying und Sorgen bei der Energieabgabe
Abseits der unmittelbaren ZuverlĂ€ssigkeitsfragen betonte Leclerc, dass die Scuderia samstags auf eine schnelle Runde mehr Leistung freisetzen mĂŒsse, um von der grundsĂ€tzlich starken Rennpace zu profitieren. Zwar prĂ€sentiert sich das Auto am Sonntag konkurrenzfĂ€hig, doch die Performance auf einer fliegenden Runde wird weiterhin durch EinschrĂ€nkungen bei der Energieabgabe (Deployment) gebremst.
âIch bin mir sicher, dass unser Auto im Rennen stark ist, aber wir mĂŒssen einfach verstehen, wie wir im Qualifying mehr Performance freisetzen könnenâ, stellte Leclerc klar. âWir wissen, dass die Energieabgabe an einem Samstag gefĂŒhlt noch mehr Probleme bereitet als am Sonntag, und dafĂŒr gibt es keine schnellen Lösungen.â
âAber alles, was wir tun können, um am Samstag ein bisschen mehr Leistung zu finden, wĂŒrde unserem Rennergebnis enorm helfen.â
