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Die Formel 1 kommt der Aufnahme eines Rennens in Afrika näher. Das erklärte Stefano Domenicali, CEO und Präsident der Formel 1. Der Kontinent hat seit dem Großen Preis von Südafrika 1993 in Kyalami keinen Grand Prix mehr ausgetragen. Damit ist Afrika – abgesehen von der Antarktis – der einzige Kontinent ohne ein Rennen im Kalender.
Domenicalis jüngste Aussagen deuten darauf hin, dass die seit Langem diskutierte Rückkehr Afrikas konkreter wird. Eine Rennstrecke oder ein Gastgeberland wurde jedoch noch nicht bestätigt. Eine mögliche Rückkehr nach Kyalami nördlich von Johannesburg wurde wiederholt mit der Formel 1 in Verbindung gebracht, doch diese Spekulationen sind in den vergangenen Jahren öffentlich abgekühlt. Auch Marokko und Ruanda wurden als mögliche Alternativen genannt.
Im Gespräch mit Medienvertretern sagte Domenicali: „Ich denke, was ich sagen kann, ist, dass die Verhandlungen in Afrika sehr gut vorankommen.“ Seine Aussage erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein neues Ziel in den Kalender aufgenommen werden könnte. Offen bleibt allerdings, welches Land oder welcher Veranstaltungsort letztlich zum Zuge kommt.
Die Gespräche über Afrika sind Teil einer umfassenderen Prüfung des künftigen Formel-1-Kalenders. Domenicali verwies außerdem auf Gespräche in Südamerika und im Fernen Osten und bestätigte zugleich die Rückkehr Portugals und der Türkei im kommenden Jahr.
Der Große Preis der Türkei soll 2027 im Rahmen eines Fünfjahresvertrags zurückkehren. Auch der Große Preis von Portugal in Portimão wird auf Grundlage eines Zweijahresvertrags wieder ausgetragen. Die Strecke war bereits in den Saisons 2020 und 2021 eingesprungen, nachdem Rennen wegen der COVID-19-Pandemie abgesagt worden waren.
Gleichzeitig steuert die Formel 1 die Nachfrage in etablierten Märkten. Domenicali sagte, die Rennserie habe sowohl aus China als auch aus Japan weitere Anfragen für ein zweites Rennen erhalten. Vorerst soll es jedoch bei einem Lauf in China bleiben. Vorrang habe, den Markt zunächst stärker zu festigen, bevor weitere Möglichkeiten geprüft würden.
Dieser vorsichtige Kurs verdeutlicht die Herausforderung für die Formel 1: Sie muss ihre geografische Reichweite ausbauen und zugleich die Stärke bestehender Veranstaltungen schützen. Domenicali hatte bereits zuvor mehr Zeit für die Debatte über das nächste Reglement der Rennserie gefordert. Die Kalenderstrategie folgt einem ähnlich überlegten Ansatz. Der umfassendere Kurs wird in Domenicali fordert mehr Zeit für die Debatte über das nächste F1-Reglement näher beleuchtet.
Der Kalender tritt in eine neue Phase der Veranstaltungsrotation ein. Barcelona-Catalunya und Spa-Francorchamps haben vereinbart, sich künftig im Zweijahresrhythmus abzuwechseln. Der Große Preis von Belgien ist für 2027, 2029 und 2031 vorgesehen. Barcelona wird die Rennen 2028, 2030 und 2032 austragen.
Vor diesem Hintergrund wäre ein Rennen in Afrika eine bedeutende geografische Erweiterung. Domenicalis Aussage bestätigt derzeit den Fortschritt der Verhandlungen, nicht jedoch den Abschluss einer Vereinbarung.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.