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Die FIA hat Gespräche mit Red Bull und Ferrari über deren „Macarena“-Heckflügel-Design aufgenommen, nachdem Max Verstappens Unfall beim Großen Preis von Großbritannien neue Sicherheitsbedenken aufgeworfen hat.
Verstappen drehte sich gegen Ende des Rennens in Silverstone in der Stowe-Kurve ins Kiesbett, nachdem es laut Red Bull zu einem Problem mit dem Heckflügel gekommen war. Der Vorfall folgte auf einen weiteren alarmierenden Moment in Österreich, bei dem ihn ein Problem mit der wieder anliegenden Luftströmung in der vorletzten Kurve aus dem Qualifying beförderte.
Nach dem britischen GP machte Verstappen deutlich, warum sein Ärger am Funk so groß war: „Nun, an diesem Punkt ist es supergefährlich, weil man sich wirklich verletzen kann, und das schon zum zweiten Mal! Ich hatte in Österreich Glück, ich hatte hier Glück, aber genau deshalb hat man die Nase voll davon.“
Red Bull hat bereits eine vollständige Untersuchung zugesagt. Teamchef Laurent Mekies erklärte, man werde alles Notwendige tun, um für Belgien Sicherheit zu gewährleisten. Das Team könnte sogar zum konventionelleren Heckflügel zurückkehren, der zu Saisonbeginn verwendet wurde, falls sich das aktuelle Konzept nicht als absolut fehlerfrei erweisen sollte. Weitere Hintergründe zur unmittelbaren Reaktion von Red Bull finden Sie in unserem früheren Bericht zur vollständigen Untersuchung nach dem Heckflügel-Defekt von Verstappen in Silverstone.
Das Interesse der FIA konzentriert sich auf das Verhalten der rotierenden oberen Klappen, die bei Red Bull und Ferrari zum Einsatz kommen. Ihre Designs unterscheiden sich erheblich von konventionelleren Lösungen, da die Klappen deutlich weiter rotieren – bei Ferrari geht man davon aus, dass sie sich beim Wechsel in den Geradeaus-Modus um etwa 225 Grad im Uhrzeigersinn drehen.
Das Leistungsziel ist klar: Durch das effektive Umklappen wird der Luftwiderstand drastisch reduziert und kann sogar einen geringen Auftrieb erzeugen, um den Rollwiderstand zu verringern. Beide Designs hatten vor ihrem Renneinsatz die Genehmigung der FIA erhalten, was bedeutet, dass die Teams mit ziemlicher Sicherheit nachweisen mussten, dass keine anfänglichen Sicherheitsrisiken bestehen.
Die aktuellen Gespräche konzentrieren sich darauf, ob die Flügel zuverlässig innerhalb von 400 Millisekunden zwischen dem offenen Geradeaus-Modus und dem geschlossenen Kurven-Modus wechseln und ob die Teams garantieren können, dass sich die Fehler, die Verstappen alarmiert haben, nicht wiederholen.
Das Reglement schreibt bereits vor, dass ein Systemausfall dazu führen muss, dass der Flügel in seine Kurven-Position zurückkehrt. Die FIA könnte jedoch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen fordern, sei es durch mechanische Änderungen oder ein überarbeitetes Verhalten beim Kurveneingang.
Im schlimmsten Fall könnte der Dachverband entscheiden, dass solche Flügel-Konzepte zu riskant sind, und sie aus Sicherheitsgründen verbieten. Zudem hat die FIA die Befugnis, ein Auto von der Teilnahme auszuschließen, wenn dessen Konstruktion als gefährlich eingestuft wird.
Ferrari hatte seit der Einführung seiner Version keine größeren Probleme, während Red Bull nun vor der dringenden Aufgabe steht, zu beweisen, dass Verstappens zwei Vorfälle nicht auf ein tieferliegendes Problem des Konzepts hindeuten.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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