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Die FIA hat offiziell Anpassungen an den Vorschriften für zusätzliche Entwicklungs- und Upgrade-Möglichkeiten (ADUO) bestätigt. Diese regulatorische Anpassung ist eine direkte Reaktion auf die umfassende Umgestaltung des Rennkalenders, insbesondere auf die Absage der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien, wodurch die Saison vorläufig auf 22 Runden verkürzt wurde.
Das ADUO-System wurde vor Beginn der aktuellen Saison eingeführt und als Sicherheitsnetz konzipiert, um Motorenherstellern, die hinter dem Benchmark zurückliegen, zusätzliche Unterstützung zu bieten. Da der Sport in einen neuen Regulierungszyklus eintritt und in diesem Jahr neu entwickelte Antriebseinheiten eingeführt wurden, soll der Rahmen langfristige Wettbewerbsverzerrungen verhindern.
Ursprünglich hatte die FIA drei spezifische Überprüfungspunkte während der Saison festgelegt, um die Motorleistung zu bewerten: nach den Runden sechs, 12 und 18. Der verkürzte Kalender hat jedoch eine Verschiebung dieses Zeitplans erforderlich gemacht.
Der Dachverband hat nun die ADUO-Überprüfungszeiträume an den überarbeiteten Zeitplan angepasst. Die erste Bewertung findet nun nach der fünften Runde in Kanada statt. Die zweite Überprüfung erfolgt nach Runde 11, die derzeit als Großer Preis von Ungarn geplant ist. Die abschließende Bewertung bleibt unverändert und ist für die Zeit nach Runde 18 beim Großen Preis von Mexiko-Stadt vorgesehen.
In einer weiteren entscheidenden Änderung des sportlichen Rahmens hat die FIA den Schwellenwert für ein Eingreifen präzisiert. Jeder Hersteller von Antriebseinheiten, der als mehr als 10 Prozent hinter dem Benchmark liegend eingestuft wird, erhält zusätzliche 230 Entwicklungsstunden.
Zu Beginn der Saison wurde schnell deutlich, dass Honda bei seiner Rückkehr in die Formel 1 deutlich hinter dem Benchmark zurücklag. Folglich ist es fast sicher, dass der japanische Hersteller der Hauptnutznießer des ADUO-Systems sein wird.
Während die Hersteller von Antriebseinheiten die Initiative im Großen und Ganzen unterstützen, hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff zur Vorsicht bei der Umsetzung gemahnt. Wolff warnte, dass das System ausschließlich dazu dienen sollte, einem Konkurrenten beim Aufholen zu helfen, anstatt die Wettbewerbsordnung zu beeinflussen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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