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George Russell ist überzeugt, dass Mercedes die Ursache für die Probleme identifiziert hat, die ihn zuletzt daran gehindert haben, konstant mit seinem Teamkollegen Kimi Antonelli mitzuhalten. Entscheidend ist für ihn die Erkenntnis, dass das Problem nicht an seinem Fahrstil lag – er muss also nicht länger versuchen, seine Eingaben an ein Problem anzupassen, das in Wirklichkeit gar nicht existierte.
Russells letztes Wochenende in Spa-Francorchamps war besonders schwierig. Er qualifizierte sich eine halbe Sekunde hinter Antonelli und schied nach einer Kollision mit Lewis Hamilton in Kurve 5 aus dem Rennen aus. Vor diesem Zwischenfall war Russell auf der Kemmel-Geraden zudem die Batterie ausgegangen, und er wurde bei der Anfahrt auf Les Combes überrascht. Funkmeldungen verdeutlichten seinen Frust über den Ladezustand des Autos.
Mercedes hat das Problem inzwischen auf die Kalibrierung zurückgeführt. Russell erklärte, dass die Hardware selbst nicht defekt war, aber einige der angezeigten Werte nicht korrekt kalibriert waren. Das Team stellte zudem fest, dass die Energieabgabe (Deployment) während der Runde nicht optimal funktionierte – ein Problem, das laut Russell auch Oscar Piastri betroffen hatte.
Diese Entwicklung folgt auf Mercedes’ Arbeit zur Behebung von Russells Deployment-Problemen in Spa. Russell deutete an, dass die Neukalibrierung es der Antriebseinheit ermöglichen sollte, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Die Entdeckung ist für Russell eine Erleichterung, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Cockpits. Daten aus früheren Runden hatten Mercedes und den Fahrer zu der Annahme verleitet, dass seine Technik zum Leistungsdefizit beitrug. Infolgedessen verbrachte Russell viel Zeit damit, seine Herangehensweise beim Gasgeben, die Gangwahl und seine Eingaben vor dem Erreichen der Vollgasstellung zu überdenken.
„Die Daten sagten uns, dass dies wahrscheinlich der Grund sei, aber es stellte sich heraus, dass es nicht der Fall war“, erklärte Russell. „All die Mühe, die ich über drei Sessions hinweg investiert habe, um mein Fahren an eine neue Technik anzupassen, war also mehr oder weniger umsonst.“
Für Ungarn sagt Russell, dass er zu einer natürlicheren Herangehensweise zurückkehren und sich darauf konzentrieren kann, schnell zu fahren, anstatt die Antriebseinheit in jeder Kurve managen zu müssen.
„Ich freue mich jetzt auf ein Wochenende, an dem ich mich einfach darauf konzentrieren kann, schnell zu fahren und mich auf die einfachen Dinge zu fokussieren“, sagte er.
Das mag einfach klingen, räumte Russell ein, aber in der Formel 1 ist das selten der Fall. Dennoch könnte der Wegfall der Notwendigkeit, gegen irreführende Daten anzufahren, Mercedes beim nächsten Rennen eine klarere Einschätzung sowohl des Autos als auch seines Fahrers ermöglichen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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