Hadjar droht nach Pannen in Singapur ein Start aus der Boxengasse

Isack Hadjar erlebte in Singapur einen Tag zum Vergessen: Erst musste er den Sprint wegen eines Problems mit der Antriebseinheit aufgeben, dann beendete ein Getriebeschaden sein Zeittraining vorzeitig. Red Bull dürfte für den Grand Prix nun neue Komponenten der Antriebseinheit einbauen – was einen Start aus der Boxengasse zur Folge hätte.
Der doppelte Rückschlag frustrierte Hadjar. Nach dem Zeittraining stellte er klar, dass ihn weniger sein Startplatz beschäftige als die Tatsache, dass er nicht auf die Strecke gehen und Rennen fahren konnte. Mehrere weiche Reifen blieben ungenutzt in der Garage – eine zusätzliche Enttäuschung.
Auf Probleme mit der Antriebseinheit folgte ein Getriebeschaden
Hadjars Sprint endete, als er seinen RB22 wegen eines Problems mit der Antriebseinheit abstellen musste. Das Feld fuhr zu diesem Zeitpunkt nach einem Unfall von George Russell in der ersten Runde hinter dem Safety-Car.
Zwischen Sprint und Zeittraining tauschte Red Bull Komponenten der Antriebseinheit gegen Teile aus dem eigenen Bestand. Dadurch konnte Hadjar im Zeittraining wieder auf die Strecke gehen. Nach der Reparatur bedankte er sich beim Team – doch die Erleichterung währte nur kurz.
Während der Session musste er anhalten, konnte anschließend aber wieder losfahren und in die Garage zurückkehren. Bei einem weiteren Versuch, eine Rundenzeit zu setzen, meldete er ein Getriebeproblem. Der Defekt beendete seinen Einsatz und ließ ihm keine Möglichkeit, das Zeittraining fortzusetzen.
Aus dem Problem mit der Antriebseinheit wurde so ein umfassenderes Zuverlässigkeitsproblem für das Team. Hadjar sagte, das Wochenende gerate zunehmend aus den Fugen und ein Neustart sei nötig. F1LivePulse berichtete bereits über Hadjars Rückkehr zu Red Bull und die Bewertung des Fahrers durch das Team.
Neue Komponenten könnten einen Start aus der Boxengasse bedeuten
Da Hadjar sich nicht qualifizieren konnte, muss er vom Ende des Feldes starten. Zudem räumte er ein, dass vor dem Rennen wahrscheinlich die Antriebseinheit ausgetauscht wird – mit einem Start aus der Boxengasse als möglicher Folge.
Damit stünde ihm auf einer Strecke, auf der Überholen bekanntermaßen schwierig ist, eine mühsame Aufholjagd bevor. Für das Team scheint jedoch zunächst entscheidend zu sein, nach dem Ausfall im Sprint und dem vorzeitigen Ende des Zeittrainings ein einsatzfähiges Auto bereitzustellen.
Hadjar ärgerte sich weniger über seine Startposition als über die verpasste Chance, sich mit den anderen Fahrern zu messen. Er wollte auf der Strecke um Positionen kämpfen, doch stattdessen endete die Session mit ungenutzten Reifen und einem weiteren mechanischen Problem, das vor dem Rennen behoben werden muss.
