Madrid: Fünf-Plätze-Strafe für Maini nach F2-Sprint-Crash

Kush Maini muss nach dem Samstags-Sprintrennen der FIA Formel 2 in Madrid eine Startplatzstrafe von fünf Positionen hinnehmen. Die Rennkommissare sahen die alleinige Schuld für eine Kollision mit Nico Varrone beim Piloten von ART Grand Prix.
Der Zwischenfall ereignete sich in Kurve 8, wo Maini im Sprintrennen mit Varrones Boliden von Van Amersfoort Racing aneinandergeriet. Die Sportkommissare untersuchten die Situation nach dem Lauf und hörten beide Piloten sowie Teamvertreter an, bevor sie ihr Urteil fällten.
In ihre Untersuchung flossen Videomaterial, Onboard-Aufnahmen und GPS-Daten ein. Auf dieser Grundlage kamen die Stewards zu dem Schluss, dass Wagen Nummer 16 die alleinige Schuld an der Kollision trug.
Strafe wirbelt Startaufstellung für das Hauptrennen durcheinander
Ursprünglich wurde gegen Maini eine 10-Sekunden-Zeitstrafe ausgesprochen. Gemäß Artikel 39.3(b) des Sportlichen Reglements der FIA Formel 2 wurde diese Sanktion jedoch in eine Startplatzstrafe umgewandelt.
Die Umwandlung bedeutet eine Rückversetzung um fünf Plätze in der Startaufstellung für das sonntägliche Hauptrennen. Maini muss das Rennen somit vom Ende des Feldes in Angriff nehmen – ein schwerer Rückschlag für ART Grand Prix nach dem Sprint.
Die Entscheidung folgt auf ein ereignisreiches Formel-2-Wochenende in Madrid, bei dem der Sprint den ersten Härtetest vor dem Hauptrennen darstellte. Ritomo Miyatas Formel-2-Sprintsieg am Madring bildete den Rahmen für das Geschehen am Samstag, ehe Mainis Strafe die Ausgangslage für den Sonntag nochmals entscheidend veränderte.
Schwierige Aufholjagd droht
Vom Ende des Feldes aus steht Maini ab der ersten Runde eine anspruchsvolle Aufholjagd bevor. Die Strafe hat zwar keinen Einfluss auf das Ergebnis des Sprints, wirkt sich dafür umso deutlicher auf den Startplatz für das längere Hauptrennen des Wochenendes aus.
Für ART Grand Prix geht es nun darum, das Beste aus der schwierigen Ausgangslage am Ende des Feldes herauszuholen. Das Urteil der Rennkommissare fiel eindeutig aus: Nach Auswertung aller Beweise wurde die Kollision in Kurve 8 vollumfänglich Wagen Nummer 16 angelastet, weshalb Maini mit dem Fünf-Plätze-Dämpfer ins Hauptrennen starten muss.
