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Maximilian Günther steht laut The Race vor einem Wechsel zu Envision Racing zur kommenden Formel-E-Saison. Gespräche mit dem chinesischen Team mündeten demnach Anfang dieses Monats in einer Einigung.
Der Wechsel würde den siebenfachen E-Prix-Sieger zu einem Team führen, das kürzlich bestätigt hat, auch künftig als Kundenteam von Jaguar anzutreten. Günther war in den vergangenen beiden Saisons für DS Penske im Einsatz und soll zunächst Gespräche über eine Verlängerung dieser Zusammenarbeit um eine dritte Saison geführt haben.
Die Unsicherheit über Penskes Gen4-Ausrichtung scheint jedoch zu einem entscheidenden Faktor geworden zu sein. DS hat sich zurückgezogen, während Penske noch keine konkreten Details zu dem Auto vorgelegt hat, das eingesetzt werden soll. Vor diesem Hintergrund bot Envisions klarer Kundenvertrag Günther einen besser definierten Weg in die nächste Regelperiode.

Günther feierte seine sieben Siege mit BMW i Andretti, Maserati MSG und DS Penske. Seinen ersten Erfolg holte er beim Santiago E-Prix 2020. Seine laufende Saison zählt jedoch zu den schwierigsten seiner Karriere. Eine generell schwache Effizienz des Antriebsstrangs und unglückliche Strategieentscheidungen haben seine Ergebnisse wiederholt beeinträchtigt.
Die fünf Schlüsselmomente der nächtlichen Formel-E-Rennen in Tokio haben bereits gezeigt, wie schnell sich der Fahrermarkt im Vorfeld der Gen4-Ära verändern kann. Günthers erwarteter Wechsel ist ein weiteres wichtiges Teil dieses Puzzles.
Envision befindet sich bei der Fahrerbesetzung in einer Warteschleife. Grund dafür sind vor allem Überschneidungen zwischen zwei E-Prix-Veranstaltungen und dem Kalender der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft, die Sebastian Buemis Situation kompliziert haben.

Die Möglichkeit, dass der Monaco E-Prix im kommenden Mai um mehrere Wochen vorgezogen wird, hat sich als wichtiger positiver Faktor für Buemis möglichen Verbleib in einem vierten Reglement erwiesen. Dennoch ist weiterhin unklar, ob Buemi oder sein Teamkollege Joel Eriksson Günther Platz machen müsste.
Eriksson hat seit seiner Rückkehr in die vollelektrische Weltmeisterschaft nach dreieinhalbjähriger Abwesenheit überzeugt. Sein Podestplatz beim Shanghai E-Prix Anfang dieses Monats war sein bislang bestes Ergebnis. Die Fahrerpaarung von Envision für 2026/27 steht damit jedoch noch nicht fest.
Günthers Abschied von Penske war nicht erwartet worden, bis die ungelösten Gen4-Pläne des Teams immer deutlicher wurden. Die amerikanische Organisation mit Sitz in Großbritannien weiß seit mehr als sechs Monaten, dass sie entweder einen neuen Herstellerpartner oder ein unabhängiges Programm benötigen würde.

Penske hat seit Jahresbeginn zudem mit mehreren Herstellern über eine mögliche Belieferung als Kundenteam gesprochen. Der stellvertretende Teamchef Phil Charles wollte sich in Tokio nicht äußern und sagte lediglich, Penske bereite sich „auf die Gen4-Ära vor und werde am Start sein“. Weder Envision noch DS Penske kommentierten Günthers Zukunft.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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