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Oscar Piastri bezeichnete sein spätes Duell mit Lando Norris beim Großen Preis von Italien als „guten Kampf“, nachdem er in Monza erst in der letzten Runde den vierten Platz eingebüßt hatte.
Der Australier hatte sich ursprünglich als Dritter qualifiziert, musste das Rennen jedoch von Rang sechs aus in Angriff nehmen, da er wegen einer Behinderung von Liam Lawson eine Startplatzstrafe von drei Positionen erhalten hatte. Diese Sanktion veränderte seine Ausgangslage bereits vor dem Start grundlegend, wie in unserem Bericht über Piastris Startplatzstrafe in Monza ausführlich geschildert wurde.
Trotz dieses Rückschlags kämpfte sich Piastri im Rennverlauf zeitweise wieder nach vorne. Phasenweise schien sogar das Podium in Reichweite zu liegen, doch der Zeitverlust im Zweikampf mit Lewis Hamilton in der mittleren Phase des Grand Prix bremste seinen Vormarsch entscheidend ein.

Dennoch schien Piastri in der Schlussphase Rang vier hinter den beiden Mercedes und Max Verstappen sicher zu haben. Norris durchkreuzte diesen Plan jedoch mit einem späten Zwischenspurt und zog in der allerletzten Runde an seinem McLaren-Teamkollegen vorbei.
Piastri hoffte nach dem Überholmanöver noch auf einen Gegenangriff, doch dazu kam es nicht mehr. Aus einem sicher geglaubten vierten Platz wurde so im letzten Moment eine bittere Niederlage, weshalb der Australier die taktischen Entscheidungen im Duell genau analysierte.
„Ja, ich meine, es war ein guter Kampf“, erklärte Piastri gegenüber ausgewählten Medienvertretern. „Es ging viel hin und her, und in der letzten Runde weiß man nie so recht, wie man seine Energie am besten einsetzt.“
Der finale Schlagabtausch hing maßgeblich davon ab, wie die beiden Piloten ihr verbliebenes Energiemanagement taktierten, was dem ohnehin engen teaminternen Fight eine zusätzliche Dimension verlieh.
„Ich glaube, wir haben da auf unterschiedliche Strategien gesetzt. Er kam vorbei, und ich dachte, ich hätte noch die Chance zu kontern“, erklärte Piastri weiter. „Aber am Ende hat es einfach nicht ganz gereicht.“

Obwohl Piastri die Gelegenheit verpasste, Platz vier zurückzuerobern, stufte er das Gefecht rückblickend eher als wertvolle Lernerfahrung denn als reinen Frust ein. Die letzte Runde führte vor Augen, wie schnell sich das Blatt wenden kann, wenn beide Fahrer beim Energiemanagement ins Risiko gehen müssen.
„Mit diesen Autos ist es eben immer ein gewisses Pokerspiel“, resümierte er. „Aber für das nächste Mal weiß ich definitiv, was ich anders machen würde.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.