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Mercedes prüft, ob das Team im weiteren Saisonverlauf bewusst eine Startplatzstrafe wegen einer zusätzlichen Antriebseinheit in Kauf nehmen sollte. Teamchef Toto Wolff nannte Monza als möglichen Austragungsort für diesen Schritt.
Jedem Fahrer steht pro Saison ein begrenztes Kontingent an Komponenten der Antriebseinheit ohne Strafandrohung zur Verfügung. Wird dieses Kontingent überschritten, folgt automatisch eine Rückversetzung in der Startaufstellung. Mercedes muss daher die unmittelbaren Nachteile einer Strafe gegen das Risiko abwägen, in einem Titelkampf mit älteren Komponenten anzutreten.
Beide Mercedes-Fahrer kämpfen um die Meisterschaft und nähern sich dem Punkt, an dem der Einsatz weiterer Komponenten eine Strafe nach sich ziehen würde. Sie können jedoch weiterhin auf ältere Teile zurückgreifen, die bereits innerhalb ihres Kontingents eingesetzt wurden. Für das Team handelt es sich somit um eine strategische Entscheidung – nicht um eine zwingende Notwendigkeit.
Die Situation folgt auf eine schwierige Phase für Mercedes in Sachen Zuverlässigkeit. Wie bereits bei der Bestätigung des Antriebseinheitenwechsels von George Russell berichtet, musste sich das Team zuletzt intensiv mit Problemen rund um sein Antriebspaket befassen.
Mercedes wählt für den Einbau zusätzlicher Komponenten häufig eine Strecke mit guten Überholmöglichkeiten. So lassen sich die sportlichen Folgen eines hinteren Startplatzes begrenzen. Wolff deutete an, dass Monza diesem Profil entsprechen könnte – dank des Hochgeschwindigkeitslayouts und der zahlreichen Überholmöglichkeiten.
„Was Motorstrafen angeht, hoffe ich wirklich weiterhin, dass wir keine nehmen müssen“, sagte Wolff gegenüber Medienvertretern. „Wir müssen entscheiden, wann das der Fall sein soll, wann wir eine nehmen müssen und auf welchen Strecken.“
Anschließend verwies er auf Monza als mögliche Option, betonte jedoch zugleich die besondere Bedeutung des Rennens für Kimi Antonelli.
„Es könnte [Monza] ein Rennen geben, das für Kimi sehr besonders ist. Auf dem Papier sieht es aber nach einem guten Ort aus, um eine Motorstrafe zu nehmen“, sagte Wolff.
Wolff räumte außerdem ein, dass die Entscheidung für Antonellis Umfeld nicht einfach sein dürfte. Mit einem Scherz deutete er an, dass er die Angelegenheit zunächst mit Antonellis Vater Marco besprechen müsse.
„Wenn du in Monza von hinten startest, nimmst du den Druck heraus“, fügte Wolff hinzu.
Die bisherige Zuverlässigkeitsbilanz von Mercedes bedeutet jedoch, dass das Team die Frage nicht rein strategisch behandeln kann. Sowohl Antonelli als auch George Russell waren in diesem Jahr von Problemen betroffen. Wolff gab zu, dass diese Sorgen in die endgültige Entscheidung einfließen werden.
„Unsere Zuverlässigkeit war einfach nicht gut“, sagte er. „Ob wir eine Strafe nehmen oder nicht, werden wir sehen.“

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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