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Der Staub hatte sich nach Kimi Antonellis souveränem Sieg beim Großen Preis von Miami kaum gelegt, da verlagerte sich der Fokus bereits vom Podium in den Raum der Rennkommissare. Während der Mercedes-Youngster seinen dritten Sieg in Folge feierte und damit seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf seinen Teamkollegen George Russell auf 20 Punkte ausbaute, sah sich Russell zusammen mit Max Verstappen und Charles Leclerc nach einem chaotischen Kampf in der letzten Runde mit mehreren Untersuchungen nach dem Rennen konfrontiert.
Hinter Antonelli komplettierten die McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri das Podium, doch das eigentliche Drama spielte sich in ihren Rückspiegeln ab. Ein packender, kompromissloser Schlagabtausch zwischen Russell, Verstappen und Leclerc endete schließlich damit, dass sich der Mercedes-Pilot durchsetzte und als Vierter die Ziellinie überquerte. Eine Reihe potenzieller Regelverstöße könnte das Endergebnis jedoch noch einmal kräftig durcheinanderwirbeln.

Für Max Verstappen droht die Gefahr für seine Platzierung eher durch einen Verfahrensfehler als durch das Duell auf der Strecke. Der Red-Bull-Pilot wurde vorgeladen, weil er nach seinem einzigen Boxenstopp des Rennens angeblich die Linie bei der Boxenausfahrt überfahren haben soll.
Sollten die Rennkommissare dies als Regelverstoß werten, würde eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe verhängt werden. Eine solche Sanktion wäre kostspielig und würde den Red-Bull-Piloten vom fünften auf den sechsten Platz zurückwerfen, wodurch Leclerc aufrücken würde.

Das Rennen von Charles Leclerc endete mit einer dramatischen Ereigniskette, die die Rennleitung an mehreren Fronten auf den Plan gerufen hat. Gegen den Ferrari-Piloten wird wegen Verlassens der Strecke und Verschaffens eines Vorteils sowie wegen des Fahrens mit einem Auto in einem potenziell unsicheren Zustand ermittelt.
Die Untersuchung folgt auf einen nervenaufreibenden Moment in der letzten Runde, als Leclerc in Kurve 3 einen beängstigenden Dreher hinlegte. Obwohl er einen schweren Unfall vermeiden konnte, berührte der Monegasse beim Herausfahren die Mauer, was offenbar seinen vorderen linken Lenkhebel beschädigte.
Während er sich in Richtung Zielflagge schleppte, kürzte Leclerc mehrere Kurven ab und fiel im Klassement zurück, um schließlich als Sechster hinter Russell und Verstappen ins Ziel zu kommen. Zu allem Überfluss untersuchen die Kommissare auch noch, ob Leclerc bei ihrem hektischen Duell in der Schlussphase Russell in der Haarnadelkurve 17 touchiert hat.

Auch der hart erkämpfte vierte Platz von George Russell steht auf dem Spiel, da gegen den Mercedes-Piloten wegen einer Kollision mit Verstappen während ihres intensiven Duells in der letzten Runde ermittelt wird.
Als Verstappen verzweifelt versuchte, auf alten harten Reifen zu überleben, kam es zum Kontakt zwischen den beiden. Der Red-Bull-Pilot machte seinem Unmut sofort über den Teamfunk Luft: "Ich glaube, er hat meinen Reifen getroffen."
Da die Rennkommissare die Vorfälle nun prüfen, bleiben die Endergebnisse des Großen Preises von Miami vorläufig. Das Ergebnis dieser Anhörungen wird die endgültige Punkteverteilung hinter den Podiumsplatzierten bestimmen.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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