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Ruandas Formel-1-Rennen: Ort, Streckenpläne und offene Fragen zum Afrika-GP

Die Formel 1 soll Anfang der 2030er-Jahre im Rahmen einer zehnjährigen Vereinbarung nach Ruanda und damit nach Afrika zurückkehren. Der geplante Große Preis von Afrika würde eine Lücke schließen, die bis 1993 zurückreicht – damals fand der Große Preis von Südafrika in Kyalami statt. Dem Abkommen gingen jahrelange Zusammenarbeit und Gespräche mit möglichen Partnern voraus. Hier erfahrt ihr, was bislang über die Pläne bekannt ist.
Die Ankündigung der Vereinbarung durch die Formel 1 haben wir in unserem Bericht über den Zehnjahresvertrag mit Ruanda zusammengefasst.

Bugesera ist als Austragungsort des Grand Prix vorgesehen
Das Rennen soll in Bugesera in der Ostprovinz Ruandas stattfinden, rund 40 Kilometer südlich von Kigali und neben dem neuen internationalen Flughafen der Hauptstadt. Geplant ist eine eigens errichtete Anlage mit einer Rennstrecke, die den FIA-Anforderungen der Klasse 1 entsprechen soll.
Der erste Entwurf nutzt die Höhenunterschiede der Region. Der endgültige Streckenverlauf wird derzeit gemeinsam von WurzDesign, geleitet vom ehemaligen F1-Fahrer Alex Wurz, und Tilke Engineers and Architects ausgearbeitet. Das Projekt ist Teil einer umfassenderen Entwicklung unter Federführung des Rwanda Development Board, die Sport, Tourismus, Infrastruktur und Wirtschaft umfasst.

Die Anlage soll auch außerhalb der Rennwochenenden genutzt werden und das ganze Jahr über internationale Motorsportveranstaltungen, Großevents und Konferenzen beherbergen. Weitere Einzelheiten zu den Streckenplänen findet ihr in unserem Bericht über den geplanten Austragungsort bei Kigali.
Termin und Ablauf des Rennwochenendes stehen noch nicht fest
Die Formel 1 hat bislang weder einen Termin noch Bauetappen oder Pläne für das Rennwochenende bekannt gegeben. Die Vereinbarung sieht das Rennen für Anfang der 2030er-Jahre vor; konkrete Einzelheiten sollen noch folgen.
Ruanda war bereits Gastgeber bedeutender internationaler Veranstaltungen, darunter der FIA-Preisverleihung 2024. Außerdem fanden dort die UCI-Straßen-Weltmeisterschaften, die ICC Women’s Challenge Trophy, der FIFA-Kongress 2023 und die Basketball Africa League statt.

Die Aussicht auf ein Rennen in Afrika stößt bei den Fahrern auf Zustimmung. Lewis Hamilton setzt sich für einen Großen Preis von Afrika ein, während Max Verstappen erklärte, er hoffe, dass die Pläne umgesetzt werden können. Auch George Russell sprach sich dafür aus, den Kontinent in den weltweiten F1-Kalender aufzunehmen, nachdem er Anfang des Jahres Afrika besucht hatte.
Das potenzielle Publikum ist groß: Mehr als 100 Millionen Fans verfolgen die Formel 1 in Afrika, und fast 60 Prozent der Fans in wichtigen Märkten südlich der Sahara sind jünger als 35 Jahre. Bei der Volkszählung 2022 wurde für Ruanda eine Bevölkerung von 14,6 Millionen Menschen erfasst; 51,5 Prozent davon sind Frauen.
