So funktioniert das Qualifying der 24 Stunden von Le Mans 2026

Le Mans ĂŒbernimmt einen Qualifying-Rhythmus im F1-Stil
Das Qualifying fĂŒr die 24 Stunden von Le Mans 2026 folgt einer Struktur, die Formel-1-Fans vertraut vorkommen dĂŒrfte. Im Kern orientiert sie sich an der K.-o.-Logik, die im F1-Qualifying seit 2006 verwendet wird: die erste Phase ĂŒberstehen, in der nĂ€chsten nicht ausscheiden und es bis zum finalen Shootout schaffen, in dem die Poleposition vergeben wird.
Das Format ist auf die drei Klassen in Le Mans zugeschnitten: Hypercar, LMP2 und LMGT3. Die Hypercars kÀmpfen um die Gesamt-Pole und letztlich auch um den Gesamtsieg am Sonntag. LMP2 und LMGT3 fahren derweil um ihre eigenen Klassenehren, wobei das Qualifying die Spitze jeder Kategorie festlegt.
Mehr zum gesamten Starterfeld in Le Mans und seinen Verbindungen zur Formel 1 gibt es in unserem Ăberblick zu den ehemaligen F1-Fahrern bei den 24 Stunden von Le Mans.
Mittwoch: der erste Schnitt
Die erste Qualifying-Phase findet am Mittwoch, dem 10. Juni, statt. Auf dem Programm stehen zwei Sessions, in denen alle Fahrzeuge im Einsatz sind. Das Feld wird nach Kategorien aufgeteilt: Die Hypercars fahren separat, wÀhrend sich LMP2 und LMGT3 die Streckenzeit in einer gemeinsamen Sitzung teilen.
AnschlieĂend wird das Feld ausgedĂŒnnt. Die 15 schnellsten Hypercars, die 12 schnellsten LMP2-Autos und die 12 schnellsten LMGT3-Teilnehmer ziehen in die Hyperpole-Sessions am Donnerstag ein. Aus F1-Sicht entspricht das Q1: dem ersten Druckpunkt der Woche, bei dem reine Geschwindigkeit zĂ€hlt, das unmittelbare Ziel aber zunĂ€chst das Weiterkommen ist.
Donnerstag: Die Hyperpole entscheidet die Spitze
Der Donnerstag beginnt mit Hyperpole 1, in der die nĂ€chste Ausscheidungsrunde stattfindet. Die fĂŒnf langsamsten Hypercars scheiden aus dem Kampf um die Pole aus; ebenso werden die vier langsamsten Fahrzeuge in der LMP2 und die vier langsamsten in der LMGT3 gestrichen.
Damit ist der Weg frei fĂŒr Hyperpole 2, das entscheidende Schlusssegment. Die verbliebenen 10 Hypercars, acht LMP2-Autos und acht LMGT3-Fahrzeuge kĂ€mpfen dann um die jeweiligen Klassen-Poles. Bei den Hypercars entscheidet diese letzte Session zugleich, wer bei den 24 Stunden von Le Mans 2026 auf der Gesamt-Pole steht.
Fahrerrotation bringt eine zusÀtzliche Ebene
Eine kleine, aber wichtige Ănderung gegenĂŒber 2025 betrifft Crews mit drei Fahrern. Jede Crew muss nun in jedem Qualifying-Segment einen anderen Fahrer einsetzen. Teams können sich also nicht einfach wĂ€hrend des gesamten Ablaufs auf einen Qualifying-Spezialisten verlassen.
Die einzige Ausnahme gilt in der LMGT3: Dort muss in der ersten Session ein Fahrer mit Bronze-Einstufung qualifizieren. Diese Vorgabe verleiht der Auftaktphase zusĂ€tzliche Bedeutung und rĂŒckt die Fahrerwahl klar ins Zentrum der Qualifying-Strategie jedes Teams.
Da der Zeitplan auf Mittwoch und Donnerstag verteilt ist, belohnt das Qualifying-Format von Le Mans 2026 nicht nur Tempo auf einer einzelnen Runde, sondern auch Kaderbreite, saubere AusfĂŒhrung und die Leistung der gesamten Crew.
