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Red Bull ist mit gemäßigten Erwartungen und einer realistischen Einschätzung der Schwächen des RB22 in Monaco angekommen. Max Verstappen, vierfacher Weltmeister und zweifacher Sieger auf den Straßen des Fürstentums, äußerte sich gewohnt direkt, als er auf die Chancen des Teams für das Wochenende angesprochen wurde.
Die Botschaft des Niederländers war klar: Das Team versteht noch immer nicht vollständig, wie sich der RB22 auf den berüchtigt unebenen Oberflächen Monacos verhalten wird – ein entscheidender Faktor auf dem engsten Kurs im Formel-1-Kalender.
"Mal sehen. Ich meine, ich weiß es nicht. Es wird von vielen Dingen abhängen. Ich weiß nicht, wie sich das Auto anfühlen wird, also... Monaco kann immer für Überraschungen sorgen."
Obwohl Red Bull in dieser Saison an anderen Orten in langsamen Kurven durchaus konkurrenzfähig war, identifizierte Verstappen schnell, wo Monaco die Schwächen des RB22 besonders offenlegt – ein Bereich, der im Laufe des Jahres 2026 immer wieder für Gesprächsstoff sorgte.
"Aber realistisch gesehen waren wir in den langsamen Passagen okay, aber gleichzeitig muss man hier auf den Bodenwellen und Randsteinen gut sein, und genau da sind wir nicht besonders stark. Also ja, wir müssen abwarten, wie sich das über das Wochenende entwickelt."
Über Monaco hinaus zeichnete Verstappen das Bild eines Autos, das in fast jeder Leistungsdimension Verbesserungen benötigt. Seine Einschätzung war unverblümt und umfassend.
"Man möchte sich in jedem Bereich verbessern. Wir wollen mehr Grip, mehr Leistung, eine bessere Bremseffizienz und ein besseres Arbeitsfenster für die Reifen. In diesem Sinne möchte man überall besser sein."
Der Große Preis von Kanada diente ihm als jüngster Referenzpunkt. Montreal deckte sowohl die Defizite des RB22 auf den Geraden als auch die anhaltenden Probleme mit der Fahrwerksqualität auf – eine doppelte Schwäche, die Verstappen nicht herunterspielen wollte.
"Aber ja, wenn ich mir Montreal ansehe, fehlt uns definitiv etwas auf der Geraden. Aber auch in den Kurven, denke ich, waren wir beim Fahrverhalten oder generell auf den Bodenwellen nicht gerade die Besten. Und natürlich die schnellen Kurven an anderen Orten. Hier gibt es zwar keine schnellen Kurven, aber das war bisher normalerweise auch nicht unsere größte Stärke."
An der technischen Front hat Red Bull ein radikales Heckflügel-Paket nach Monte Carlo gebracht – Teil einer umfassenderen Entwicklungsstrategie, um unter dem Reglement von 2026 maximalen Abtrieb zu generieren. Mehr über die Heckflügel-Konzepte von Red Bull und Mercedes in Monaco erfahren Sie hier.
Da die neue Fahrzeuggeneration von 2026 ihr Debüt in Monaco gibt, wurde Verstappen gefragt, ob die neuesten Regeln die Autos in diesem Jahr besser für das Fürstentum geeignet machen könnten als ihre Vorgänger.
Seine Antwort war auch hier differenziert.
"Vielleicht. Ich denke einfach, dass man jetzt mit den Rädern ein bisschen besser sieht. Es ist wahrscheinlich in den langsamen Kurven etwas agiler, aber gleichzeitig geht das mit der Fahrbarkeit einher, die sich bei diesen Autos im Vergleich zum Vorjahresmodell meiner Meinung nach verschlechtert hat. Wir werden sehen."
Für ein Team, das vor genau 20 Jahren in Monaco sein allererstes Formel-1-Podium feierte, hat das Fürstentum historische Bedeutung. Doch Verstappen – dessen Zukunft bei Red Bull über 2028 hinaus ebenfalls ein offenes Thema bleibt – ist nicht an Nostalgie interessiert. Sein Fokus liegt voll und ganz darauf, ein Auto zu verstehen, das derzeit noch mehr Fragen als Antworten aufwirft.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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