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Die Zukunft von Franco Colapinto entwickelt sich zu einem zentralen Thema auf dem Formel-1-Fahrermarkt für 2027. Berichten zufolge sprechen die Vertreter des Argentiniers mit Williams, während Alpine seine Bemühungen um Fernando Alonso verstärkt.
Alonso erklärte kürzlich beim Großen Preis von Ungarn, dass er einen Vertrag für die Saison 2027 bei Aston Martin besitzt, falls er seine Rennkarriere fortsetzen möchte. Alpine hat den Wunsch, den Spanier für eine vierte Amtszeit nach Enstone zurückzuholen, jedoch nicht aufgegeben. Seine beiden Weltmeistertitel gewann der Fahrer 2005 und 2006 mit dem Team, das damals noch unter dem Namen Renault antrat. Anschließend kehrte er für die Saisons 2008 und 2009 zurück, bevor er 2021 erneut zu dem Rennstall wechselte – inzwischen unter dem Namen Alpine.

Berichte, wonach Aston Martin zuversichtlich ist, Alonso 2027 halten zu können, verdeutlichen die Unsicherheit rund um einen möglichen Wechsel. Dennoch soll Alpines Interesse im vergangenen Monat deutlich zugenommen haben. Alonso wird voraussichtlich während der Sommerpause 2026 über seine weitere Zukunft entscheiden.
David Croft behauptete, Alonsos Vertrag mit Aston Martin könnte bis 2029 laufen. Zugleich deutete er an, dass der 45-Jährige das Team nach 2026 verlassen oder in eine Botschafterrolle wechseln könnte. Alpine soll derweil bereit sein, die Gespräche fortzusetzen. Dass Gucci ab dem kommenden Jahr BWT als Titelsponsor ersetzt, könnte dem Team helfen, Alonsos „hohes Gehalt“ zu finanzieren.

Diese Möglichkeit hätte unmittelbare Folgen für Colapinto. Alpine-Berater Flavio Briatore soll dem Argentinier mitgeteilt haben, er müsse sich „nach einem anderen Cockpit umsehen“, wenn er 2027 Rennen fahren wolle. Colapinto ist von Williams an Alpine ausgeliehen. Eine Vereinbarung soll ihn eigentlich bis zu dieser Saison in Enstone halten, doch Alpine ist nicht verpflichtet, ihm ein Stammcockpit zu geben.
Eine vorzeitige Rückkehr zu Williams gewinnt daher an Wahrscheinlichkeit. Die Fahrerpaarung des Teams aus Grove für 2027 ist weiterhin offen. Carlos Sainz und Alex Albon könnten den Rennstall nach einer enttäuschenden Saison 2026 beide verlassen. Williams’ schwieriger Neuaufbau über 2027 hinaus sorgt zusätzlich für Unsicherheit. Sainz gilt Berichten zufolge außerdem als Favorit von Aston-Martin-Eigentümer Lawrence Stroll, sollte Alonso das Team verlassen.

Williams verlieh Colapinto an Alpine, nachdem sich das Team verpflichtet hatte, Sainz für 2025 und 2026 unter Vertrag zu nehmen – mit Optionen bis 2028. Sollte Sainz nicht bleiben, könnte Colapinto vorzeitig zurückkehren. Berichten aus Spa zufolge sprach Williams-Teamchef James Vowles mit dem Argentinier. Außerdem trafen sich Vertreter beider Seiten am Samstagmorgen.
Das mögliche Szenario ist klar: Alonso wechselt zu Alpine, Colapinto kehrt zu Williams zurück und Sainz geht zu Aston Martin. Noch handelt es sich lediglich um eine Reihe laufender Verhandlungen – doch sie könnte die Planungen mehrerer Teams für 2027 grundlegend verändern.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.
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