Hamilton macht in Sepang aus einem Rückschlag ein Ferrari-Podium

Lewis Hamiltons Rennen in Sepang entwickelte sich von einer scheinbaren Niederlage zu einem bemerkenswerten dritten Platz. Der Ferrari-Pilot erholte sich von einem frühen Reifenpoker und einem kostspieligen Softwareproblem an der Powerunit und schaffte es nach einem späten Safety-Car-Einsatz noch aufs Podium.
Vom Ende des Feldes mitten ins Geschehen
Hamilton sollte von Platz zwei starten. Doch eine verzögerte, nasse Einführungsrunde hinter dem Safety-Car ließ ihn nach einem Problem mit der Powerunit-Software zunächst ans Ende des Feldes zurückfallen. Nach einer Unterbrechung mit roter Flagge stellte die FIA die ursprüngliche Startaufstellung wieder her und ermöglichte ihm damit den Start von seiner vorgesehenen Position.
Ferraris erste wichtige Entscheidung ging jedoch an den Bedingungen vorbei: Das Team zog Hamilton Trockenreifen auf, obwohl Intermediates die richtige Wahl gewesen wären. Er fiel rasch zurück, während die Konkurrenz davonzog, und aus dem Cockpit schien der Rückstand kaum noch aufzuholen.
„Ich sah auf dem Bildschirm, dass ich eine Minute zurücklag, und dachte, das Rennen sei für uns gelaufen“, sagte Hamilton nach dem Rennen. Der Unterschied zwischen diesem Moment und dem späteren Ergebnis war enorm. Statt aufzugeben, machte er weiter Druck und brachte Ferrari dazu, im weiteren Rennverlauf auch unkonventionelle Strategien in Betracht zu ziehen.
Aufholjagd führt aufs Podium
Hamilton kämpfte sich durchs Feld. Eine Reihe von Boxenstopps und mehrere Reifenwechsel unterstützten seine Aufholjagd, ehe ein spätes Safety Car ihn wieder in Schlagdistanz brachte. Am Ende sicherte er sich den dritten Platz und machte aus einem Rennen, das bereits verloren schien, eine starke Aufholleistung für Ferrari.
Seine Aussagen nach dem Rennen spiegelten sowohl den Frust über die Anfangsphase als auch seine Freude über die Aufholjagd wider. Er gratulierte Max und bezeichnete den Wettbewerb als „ein hartes Rennen“, räumte zugleich aber Ferraris anfänglichen Fehler ein. Außerdem lobte er die Arbeit des Teams in der Box und nannte es sein bestes Rennen auf dieser Strecke.
Das Ergebnis war dem Durchhaltevermögen zu verdanken, nachdem Hamiltons Chancen durch die erste Entscheidung stark geschmälert worden waren. Seine Schilderung machte auch deutlich, wie schnell sich die Aussichten im Rennen verändern können: erst musste er zusehen, wie das Feld davonzog, dann kämpfte er sich hindurch und erreichte das Podium. Ferraris strategische Entscheidungen prägten diesen wechselhaften Rennverlauf maßgeblich – ein Thema, das auch in diesem Bericht über Hamilton und Ferraris Strategie in Barcelona beleuchtet wird.
Für Hamilton war der dritte Platz mehr als nur ein Podium. Er war der Höhepunkt eines fordernden Nachmittags, an dem der anfängliche Rückschlag nicht das letzte Wort behielt.
