Mekies stellt Hadjar-Comeback beim GP Aserbaidschan in Aussicht

Red Bull-Teamchef Laurent Mekies hat ein vorsichtig optimistisches Update zum Genesungsverlauf von Isack Hadjar gegeben und die Möglichkeit in Aussicht gestellt, dass der Franzose beim Großen Preis von Aserbaidschan am 26. September ins Cockpit zurückkehren könnte.
Hadjar muss bereits das dritte Rennwochenende in Folge aussetzen, nachdem er sich kurz vor dem Großen Preis der Niederlande Ende August beim Boxtraining das Handgelenk gebrochen hatte. In der Folge verpasste er den Großen Preis von Italien und fehlt auch an diesem Wochenende beim Großen Preis von Spanien auf dem neuen Madring in Madrid.
Die Entscheidung, ihn in Spanien noch nicht einzusetzen, fiel Red Bull leicht. Hadjar fühlte sich noch nicht vollends fit, und die Haltung des Teams bleibt unverändert: Eine Rückkehr kommt erst infrage, wenn er wieder bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit angelangt ist. Dieser vorsichtige Ansatz genießt Vorrang vor einem verfrühten Comeback.

Mekies erklärte, es habe wenig Sinn ergeben, Hadjar auf einem anspruchsvollen neuen Stadtkurs antreten zu lassen, während er sich im Auto noch nicht vollkommen wohlfühlt. Nach Einschätzung von Red Bull hätte ein überhastetes Comeback die vollständige Genesung eher verzögert als beschleunigt.
„Es war eine leichte Entscheidung“, erklärte Mekies gegenüber Sky Sports F1. „Er fühlte sich nicht bei 100 Prozent, und das ist das einzige Kriterium, das wir anlegen: Bist du bei 100 Prozent? Deshalb war die Entscheidung für hier sehr einfach.“

Zwei Wochen Zeitfenster bis Baku
Durch die Pause bis zum Großen Preis von Aserbaidschan gewinnt Hadjar zwei weitere Wochen, um seine Rehabilitation voranzutreiben. Mekies schlug mit Blick auf die bisherigen Fortschritte zuversichtliche Töne an und betonte, dass der Heilungsprozess nach Plan verläuft.
„Wir haben noch etwas mehr Zeit vor Baku“, sagte er. „Ehrlich gesagt läuft bei seiner Genesung alles bestens. Der Heilungsprozess schreitet wie geplant voran. Manche Dinge brauchen eben Zeit. Wir werden uns die Zeit nehmen, die Situation vor Baku zu bewerten und ihn in den Simulator zu setzen.“

Dieser Simulator-Check wird für die Verantwortlichen von Red Bull ein ausschlaggebender Faktor sein. Das Team will die kommenden Tage nutzen, um Hadjars körperlichen Zustand genau zu überprüfen, bevor feststeht, ob er wieder am Steuer sitzen kann.
Die Herausforderungen des schnellen Straßenkurses in Baku verlangen maximale körperliche Fitness, weshalb Red Bull bewusst kein starres Comeback-Datum festgelegt hat. Die Marschroute bleibt eindeutig: Hadjars Rückkehr ist greifbar nah, erfolgt aber nur bei voller Genesung.
