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Lewis Hamilton zeigte sich verwirrt über den plötzlichen Leistungsabfall von Ferrari während des Sprint-Qualifyings zum Großen Preis der Niederlande, nachdem er das erste freie Training noch in einer deutlich ermutigenderen Position beendet hatte.
Der siebenfache Weltmeister belegte im FP1 den vierten Platz und lag damit vor seinem Ferrari-Teamkollegen Charles Leclerc. Diese Leistung deutete darauf hin, dass Ferrari eine wettbewerbsfähige Basis für das Sprint-Wochenende hatte. Doch im Shootout änderte sich das Bild dramatisch: Hamilton fiel hinter Leclerc zurück und qualifizierte sich nur als Siebter, mehr als eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit von George Russell.
Russells Leistung sicherte Mercedes eine Spitzenposition für den Sprint, wie wir in unserem Bericht über seine Sprint-Pole in Zandvoort bereits detailliert beschrieben haben. Für Hamilton war das drängendere Problem jedoch der krasse Kontrast zwischen den beiden Freitags-Sessions von Ferrari.
Hamilton erklärte, dass Ferrari nach dem Training nur subtile Anpassungen am Auto vorgenommen habe, die Wirkung jedoch erheblich gewesen sei. Das Auto, das er im Qualifying fuhr, verhielt sich nicht mehr wie erwartet, was das Team vor eine klare Aufgabe zur Datenanalyse vor den Samstag-Sessions stellt.
„Leider keine gute Session, so ist es nun mal“, sagte Hamilton. „Das FP1 fühlte sich gut an. Wir haben subtile Anpassungen am Auto vorgenommen, aber als wir ins Qualifying gingen, war es ein komplett anderes Auto.“
Er fügte hinzu: „Wir müssen herausfinden, was schiefgelaufen ist, und wir werden morgen unser Bestes geben.“
Hamiltons unmittelbares Ziel ist es, im Sprint am Samstag ein starkes Ergebnis einzufahren und gleichzeitig seinen Titelkampf gegen Mercedes fortzusetzen. Die Parc-fermé-Regeln bedeuten jedoch, dass Ferrari vor dem Sprint-Rennen keine wesentlichen Änderungen mehr vornehmen kann, was den Spielraum für einen sofortigen „Reset“ einschränkt.
Auf die Frage, ob er wisse, wo Verbesserungen für das Qualifying und den Grand Prix gefunden werden könnten, blieb Hamilton vorsichtig, verwies aber auf die Daten als den Weg nach vorne.
„Ja, ich denke schon. Wir werden uns die Daten ansehen und dann eine Entscheidung treffen“, sagte er. „Aber wir müssen die Daten einfach durchgehen und es herausfinden.“
Hamilton merkte zudem an, dass Leclercs Ferrari näher an der Abstimmung aus dem FP1 geblieben sei: „Charles war in einer etwas anderen Position als ich, ein bisschen näher an dem, wo ich [im FP1] war.“
Dieser Vergleich bietet Ferrari einen nützlichen Referenzpunkt. Die Herausforderung besteht nun darin zu verstehen, warum zwei scheinbar geringfügige Änderungen Hamiltons Auto so stark verändert haben, um dann zu Beginn des Sprints eine berechenbarere Leistung abrufen zu können.

Er ist Softwareentwickler und begeisterter Fan der Formel 1 und des Motorsports. Er ist Mitbegründer von Formula Live Pulse, einem Unternehmen, das Live-Telemetriedaten und Renninformationen zugänglich, anschaulich und leicht verständlich macht.