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Vasseur wirft Ferrari-Fahrern nach Mexiko Respektlosigkeit vor
Fred Vasseur fordert, dass Lewis Hamilton und Charles Leclerc nach ihrer kostspieligen Kollision beim Großen Preis von Mexiko-Stadt Verantwortung übernehmen. Er wirft ihnen mangelnden Respekt vor Ferrari vor.

Ferrari-Teamchef Fred Vasseur hat Lewis Hamilton und Charles Leclerc nach ihrer Kollision in der ersten Runde beim Großen Preis von Mexiko-Stadt kritisiert. Der Vorfall zeige mangelnden Respekt vor dem Team und den Menschen, die dahinterstehen, sagte er.
Hamilton startete von der Poleposition, Leclerc von Platz drei. Ihr Duell spitzte sich in Kurve 4 zu: Als Leclerc außen vorbeiziehen wollte, kamen beide von der Strecke ab. Leclerc kehrte vor Hamilton auf die Strecke zurück, erhielt von den Rennkommissaren später jedoch eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er sich einen dauerhaften Vorteil verschafft hatte. Durch den Zweikampf konnte außerdem Max Verstappen an Hamilton vorbeiziehen.
Der Zwischenfall hat die Beziehung der Ferrari-Piloten erneut in den Fokus gerückt. Lesen Sie unsere Berichte über Leclercs Einschätzung des Duells in Mexiko und Hamiltons Forderung nach Gesprächen bei Ferrari.
Vasseur: Der Zwischenfall kostete Ferrari womöglich den Sieg
Hamilton stellte die Strafe über den Teamfunk infrage und argumentierte, die fünf Sekunden hätten Leclerc freie Fahrt verschafft. Als Leclerc seine Strafe während der Boxenstopps absaß, zog Verstappen jedoch vorbei und wehrte Hamiltons späten Angriff ab. Das Rennen umfasste außerdem einen zweiten Neustart aus dem Stand und eine Safety-Car-Phase.
Verstappen gewann vor Hamilton, Leclerc wurde Vierter. Damit kam Red Bull 2026 auf drei Siege, Ferrari dagegen auf zwei.
Nach dem Rennen sagte Vasseur, es falle ihm schwer, das Geschehene zu akzeptieren. Ferrari habe einen deutlichen Leistungssprung gemacht und eine Siegchance aus der Hand gegeben, argumentierte er. Das Verhalten der Fahrer werfe auch ein Licht auf die Marke und die Menschen, die für das Team arbeiten.
Ferrari-Teamchef will mit beiden Fahrern sprechen
Vasseur wies den Eindruck zurück, seine Kritik richte sich ausschließlich gegen Leclerc, und sagte, er wolle mit beiden Fahrern sprechen. Zudem merkte er an, dass auch Hamilton bei dem Zwischenfall weit von der Strecke abgekommen war.
Der Teamchef betonte, Ferrari stehe nicht nur für die Fahrer auf der Strecke, sondern auch für seine Sponsoren und die 2.000 Beschäftigten. Seinen Ärger erklärte er damit, dass die Fahrer im Zweikampf offenbar zu wenig Rücksicht auf die Anstrengungen des gesamten Teams genommen hätten.
Ferrari beendete das Rennen mit beiden Fahrern knapp außerhalb der Podestplätze und muss nun den Streit intern klären. Vasseurs Aussagen machten deutlich, dass der Zweikampf in der ersten Runde mit Hamilton und Leclerc besprochen wird – und nicht als Fehltritt eines einzelnen Fahrers abgetan werden soll.
