São Paulo Grand Prix · Freies Training 1 ·

Nachrichten

Hamilton fordert Ferrari-Gespräche nach Leclerc-Kollision in Mexiko

Lewis Hamilton fordert, dass Ferrari den Zweikampf mit Charles Leclerc in der ersten Runde aufarbeitet. Eine Fünf-Sekunden-Strafe kostete das Team womöglich den Sieg in Mexiko.

Hamilton fordert Ferrari-Gespräche nach Leclerc-Kollision in Mexiko
© Getty Images

Lewis Hamilton fordert, dass Ferrari den Zweikampf mit Charles Leclerc in der ersten Runde aufarbeitet. Der Vorfall trug dazu bei, dass das Team beim Großen Preis von Mexiko den Sieg verpasste. Hamilton wurde hinter Max Verstappen Zweiter und ist überzeugt, dass Ferrari schnell genug für den Sieg war.

Hamilton startete von der Poleposition und behauptete in den ersten Kurven die Führung, während Leclerc auf Platz zwei vorfuhr. Auf dem Weg zu Kurve 4 lieferten sich die Teamkollegen dann ein Duell. Beide kamen von der Strecke ab: Leclerc fuhr über das Gras und kehrte vor Hamilton auf die Strecke zurück. Hamilton verlor dadurch Schwung und wurde kurz darauf von Verstappen überholt.

Strafe und Positionsverlust sorgen bei Hamilton für Frust

Leclerc erhielt für den Vorfall eine Fünf-Sekunden-Strafe. Bei den ersten Boxenstopps fiel er dadurch hinter Verstappen zurück. Hamilton gelang es im weiteren Rennverlauf nicht, den Red-Bull-Piloten zu überholen. Das Rennen war zudem durch eine rote Flagge und einen Neustart hinter dem Safety-Car geprägt.

Hamilton stellte die Strafe schon während des Rennens infrage und sagte danach, der Vorfall müsse intern im Team besprochen werden. Seiner Aussage nach war bei der Fahrerbesprechung vereinbart worden, dass jeder, der in den ersten Kurvenkombinationen über das Gras abkürzt, eine Position zurückgeben muss. Außerdem erinnerte er daran, im Vorjahr für denselben, wie er es nannte, Zug eine Zehn-Sekunden-Strafe erhalten zu haben.

Das Ergebnis rückt erneut Hamiltons Verhältnis zu Ferrari in den Fokus. Nach dem Rennen ging es ihm jedoch konkret darum, wie das Team mit dem Zweikampf und dessen Folgen umging.

Leclerc sagt, beide Fahrer seien am Limit gewesen

Leclerc sagte, er gehe davon aus, dass der Vorfall besprochen werde, wies aber die Vorstellung zurück, er gebe besonderen Anlass zur Sorge. Auch Hamilton habe hart gepusht, betonte er. Zudem sei es zu keiner Berührung zwischen den Autos gekommen. Seiner Ansicht nach machten beide Fahrer in Kurve 4 Fehler, wodurch Verstappen die Situation ausnutzen konnte.

Leclerc zufolge überlegte das Team kurz, ob er die Position zurückgeben sollte. Da Verstappen zwischen den beiden Ferraris lag, sei unklar gewesen, ob er Hamilton Platz zwei oder drei überlassen sollte. Deshalb sei er auf der Strecke geblieben. Er räumte ein, dass die Höhe seiner Strafe diskutiert werden könne, merkte aber an, dass auch Hamilton durch Verstappens Überholmanöver Plätze verlor.

Die unterschiedlichen Sichtweisen der Fahrer dürften bei der nächsten Ferrari-Besprechung erneut zur Sprache kommen. Leclerc bezeichnete das enge Duell als erwartbaren Teil des Kampfes um die Führung, während Hamilton glaubt, dass Ferrari dadurch ein möglicher Sieg entging. Der Vorfall ist ein weiteres Kapitel in Leclercs jüngsten Wortgefechten mit Kritikern. Im Mittelpunkt steht nun aber, wie das Team den Streit intern behandelt.

Wählen Sie, was Sie erlauben. Außer dem notwendigen Speicher wird nichts verwendet, bevor Sie zustimmen. Cookie-Richtlinie lesen

Notwendig

Merkt sich Ihre Cookie-Auswahl und Ihre bevorzugte Sprache. Ohne sie kann die Website nicht richtig funktionieren.

Immer aktiv