Leclerc nennt Ferrari-Bremsproblem als Grund für verpasste Singapur-Pole

Charles Leclerc sagt, ein ungewöhnliches Bremsproblem habe ihm das Qualifying zum Großen Preis von Singapur erschwert. Am Ende sicherte er sich auf dem Marina Bay Street Circuit den zweiten Platz hinter Max Verstappen.
Der Ferrari-Pilot verpasste die Pole-Zeit um lediglich 0,054 Sekunden. Verstappen fuhr eine Bestzeit von 1:31,373 Minuten, während Leclercs Teamkollege Lewis Hamilton Dritter wurde und Kimi Antonelli im Mercedes auf Platz vier kam.
Leclerc zufolge zog das Auto in den ersten Qualifying-Abschnitten beim Bremsen zur Seite – eine besondere Herausforderung auf dem Marina Bay Street Circuit. In Q3 gelang ihm eine stärkere Runde. Seiner Einschätzung nach verhinderten jedoch eigene Fehler und nicht fehlendes Tempo die Pole.

Bremsprobleme erschwerten Leclercs erste Qualifying-Runden
Leclerc beschrieb Q1 und Q2 als schwierig. Das Verhalten des Autos beim Bremsen habe ihn verunsichert. Im letzten Qualifying-Abschnitt sei es ihm zwar gelungen, eine konkurrenzfähigere Runde zusammenzubringen, doch auch dabei habe er Fehler gemacht.
Er war überzeugt, dass die Pole in Reichweite lag, zollte Verstappen aber Anerkennung für dessen stärkere Leistung. Der geringe Zeitabstand bescherte Ferrari den zweiten Startplatz – trotz Leclercs schwierigem Auftakt in die Session.
Das Bremsproblem liefert ein weiteres technisches Detail zu Ferraris Qualifying. F1LivePulse berichtete auch über Leclercs Bremsprobleme bei Ferrari. Das hier beschriebene Problem in Singapur trat jedoch im Qualifying auf und ist ein separater Fall.

Ferrari nahm vor Q3 nur wenige Änderungen am Setup vor
Leclerc wurde außerdem gefragt, ob er und Hamilton sich im Laufe des Wochenendes bei der Abstimmung ihrer Autos angenähert hätten. Er bestätigte, dass sich ihre Setups angeglichen hätten. Zugleich erklärte er, einige Anpassungen an seinem Auto vorgenommen zu haben, obwohl er sich am Vortag relativ wohl damit gefühlt hatte.
Die Änderungen seien nicht umfangreich gewesen, sagte Leclerc. Eine Fehleinschätzung beim Flügel in Q3 sei ein Punkt gewesen, bei dem Ferrari möglicherweise eine bessere Entscheidung hätte treffen können. Er ergänzte, dass Fahrer nach einer letzten Qualifying-Runde meist etwas finden könnten, das sie hätten besser machen können.
Hamiltons dritter Platz bedeutete, dass Ferrari mit beiden Autos weit vorne stand. Leclerc lag dabei vor seinem Teamkollegen. Mehr zum Singapur-Wochenende von Ferrari gibt es in unserem Bericht über den besonderen Rennanzug, den Leclerc trug.
Leclercs Einschätzung war eindeutig: Das Tempo reichte für den Kampf um die Pole, doch die Umsetzung war entscheidend. Verstappen gelang die entscheidende Runde. Leclercs Steigerung zum Ende konnte die Schwierigkeiten und kleinen Fehler, die sein Qualifying geprägt hatten, jedoch nicht wettmachen.
