Analyse
Mexiko-Stadt-GP 2026: Neuer Asphalt und Pirellis Reifenwahl
Pirelli bringt C3-, C4- und C5-Reifen zum Mexiko-Stadt-GP 2026. Der neue Asphalt sorgt für Unsicherheit bei Grip, Graining und Ein-Stopp-Strategien.

Neuer Asphalt macht Pirellis Reifenwahl in Mexiko-Stadt unberechenbarer
Pirelli hat für den Großen Preis von Mexiko-Stadt 2026 seine weichste Reifenkombination ausgewählt. Die umfangreichen Asphaltarbeiten bringen eine neue Unbekannte in die Rennvorbereitung.
Zum Einsatz kommen C3-Hartreifen, C4-Mediumreifen und C5-Softreifen. Neu asphaltiert wurden die Kurven 7 bis 16 sowie der Abschnitt von Kurve 16 bis Kurve 1. Der erste Sektor blieb weitgehend unverändert.
Graining und Entwicklung der Strecke im Blick behalten
Pirelli erwartet, dass sich die Eigenschaften des neuen Belags im Laufe der Trainings deutlicher zeigen. Eine glattere Oberfläche könnte Graining begünstigen. Zugleich dürfte sich der Grip deutlich verbessern, sobald sich der anfangs verschmutzte Kurs sauber fährt.

Die Höhenlage von Mexiko-Stadt verringert den Abtrieb und begünstigt dadurch rutschende Reifen – obwohl die Strecke die Pneus vergleichsweise wenig beansprucht. Auch die Bremszone vor Kurve 1 verdient besondere Aufmerksamkeit, vor allem solange sich noch wenig Grip aufgebaut hat.
Ein Stopp verspricht viel, bleibt aber von Bedingungen abhängig
Pirelli hält ein Ein-Stopp-Rennen für eine realistische Ausgangsstrategie, wobei der Umgang mit den Hinterreifen entscheidend sein dürfte. Der C5 könnte nicht nur im Qualifying, sondern auch im Rennen eine Rolle spielen. Wie viel Vertrauen die Teams in die einzelnen Mischungen haben, könnte ihre Strategie beeinflussen.
Im vergangenen Jahr kamen sowohl Ein- als auch Zwei-Stopp-Strategien zum Einsatz. Geringer Verschleiß und ausbleibendes Graining machten den Softreifen effektiv – auch auf den abschließenden Rennstints.

Diese Bedingungen sind nach den Asphaltarbeiten ein nützlicher Vergleichswert, aber keine Garantie.
Austin zeigte, wie wichtig der Umgang mit den Reifen ist
Die Formel 1 reist direkt von einem Rennen an, bei dem unterschiedliche Strategien zu verschiedenen Ergebnissen führten.
Kimi Antonelli gewann in Austin mit einer Ein-Stopp-Strategie. Er wechselte von Medium- auf Hartreifen, während mehrere Konkurrenten zweimal an die Box fuhren. Charles Leclerc schlug er um 13,078 Sekunden.

Das Ergebnis zeigt, was eine anhaltend starke Reifenleistung möglich macht. Mexiko verlangt jedoch eine eigene Einschätzung. Bevor sie sich auf einen Rennplan festlegen, müssen die Teams herausfinden, wie der neue Belag mit den Reifenmischungen dieses Wochenendes zusammenspielt.
Das Wochenende des Großen Preises von Mexiko-Stadt findet vom 30. Oktober bis 1. November statt. Drei Trainings stehen den Teams zur Verfügung, um diese Fragen vor dem Qualifying zu klären.
