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Brundle warnt Red Bull vor Lawson-Entscheidung nach Mexiko-Crash
Martin Brundle sagt, eine Trennung von Liam Lawson wegen seines Zusammenstoßes mit Max Verstappen in Mexiko-Stadt wäre eine schwache Ausrede, während Red Bull sein Fahrerduo für 2027 plant.

Martin Brundle sagt, Red Bull würde einen Fehler machen, wenn das Team Liam Lawsons Zusammenstoß mit Max Verstappen in Mexiko-Stadt als Begründung nutzt, ihn bei Racing Bulls zu ersetzen. Brundle sagte, er könne verstehen, dass das Team Nikola Tsolov für 2027 ins Auge fasst, doch die Entscheidung dürfe nicht vom Zwischenfall im Training bestimmt werden.
Lawsons Zukunft bleibt offen, da sich die Saison 2026 dem Ende nähert. Sein aktueller Vertrag läuft nach diesem Jahr aus, und er hat erklärt, dass er andere Möglichkeiten prüft. Brundle findet, Lawson habe eine starke Saison gezeigt, doch der Neuseeländer steht nach der Kollision mit Verstappen im zweiten freien Training beim Großen Preis von Mexiko-Stadt unter Beobachtung.

Brundle meint, der Vorfall in Mexiko sollte nicht über Lawsons Zukunft entscheiden
Die beiden berührten sich, nachdem Verstappen wieder auf die Strecke zurückgekehrt war, und beide erhielten eine Strafe von einem Startplatz. Die Teamchefs von Red Bull und Racing Bulls, Laurent Mekies und Alan Permane, kritisierten den Zwischenfall. Brundles Sorge ist, dass Lawson nicht nach seiner Saisonleistung, sondern nach diesem Zusammenstoß beurteilt werden könnte, obwohl er im Recht war, seine Position gegenüber einem Fahrer eines anderen Teams zu verteidigen.
Lawson hat in dieser Saison 83 Punkte gesammelt, davon 69 für Racing Bulls. Laut dem Quellenartikel würde allein diese Ausbeute das Team in der Konstrukteurswertung auf Platz fünf bringen. Seine Form erschwert Red Bulls offenkundiges Interesse, Tsolov zu befördern, der in der Formel 2 auf Platz zwei liegt und für eine FIA-Superlizenz infrage kommt. Lawson hat sich bereits zu den Spekulationen um Tsolov geäußert.

Brundle dachte auch über seine eigene Erfahrung nach, als Benetton ihn fallen ließ, nachdem er begonnen hatte, Michael Schumacher zu schlagen. Er wies darauf hin, dass Fahrerentscheidungen von kommerziellen und politischen Überlegungen sowie von langfristigen Plänen eines Teams geprägt sein können, und sagte, Lawson habe einen hervorragenden Job gemacht.
Red Bull wägt Erfahrung gegen ein Rookie-Duo ab
Eine Option ist, Tsolov an die Seite von Arvid Lindblad zu stellen. Der Nachwuchsfahrer bekäme so einen Aufstieg, doch Racing Bulls hätte dann zwei Rookies im Cockpit. Die Alternative ist, Lawson als Maßstab für Lindblad ein weiteres Jahr zu behalten, während Tsolov möglicherweise in der japanischen Super Formula fährt und eine Reserverolle in der Formel 1 übernimmt. Lindblad hat erklärt, wie ihm die Partnerschaft mit Lawson bei Racing Bulls hilft.

Andrew Benson von BBC Sport beschrieb die Wahl als Debatte darüber, ob Racing Bulls vor allem ein Sprungbrett für aufstrebende Talente bleiben oder Lawsons Erfahrung behalten soll. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. Lawson hat eingeräumt, dass seine Möglichkeiten anderswo begrenzt sein könnten, falls Red Bull sich für eine Beförderung Tsolovs entscheidet. Damit rückt der langfristige Kurs des Teams in den Mittelpunkt der Entscheidung auf dem Fahrermarkt.
