Russell startet beim Singapur-GP 2026 vom letzten Startplatz

George Russell wird den Großen Preis von Singapur vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen. Mercedes bestätigte, dass er nach seinem Ausfall in Sepang eine neue Antriebseinheit erhält.
Der Brite musste nach einem Problem mit der Antriebseinheit hinter dem Safety-Car anhalten. Es war bereits der zweite derartige Ausfall in dieser Saison – nach dem Großen Preis von Kanada. Mit dem Austausch wird eine Strafe vorgezogen, die Mercedes für einen späteren Zeitpunkt in der Saison eingeplant hatte, wenn das Team sein Motor-Upgrade mit ADUO-Unterstützung einführt. Wann genau das ursprünglich geschehen sollte, war noch offen; Mercedes prüfte, wann die Motorstrafe fällig werden würde.
Entscheidung über das Upgrade noch offen
Ein Mercedes-Sprecher bestätigte gegenüber RacingNews365, dass Russell in Singapur eine neue Antriebseinheit einsetzen und dafür eine Rückversetzung ans Ende des Feldes erhalten wird. Noch ist nicht bestätigt, ob es sich um die aktuelle Spezifikation oder die ADUO-gestützte Version handelt.
Diese Entscheidung könnte darüber bestimmen, ob Russell eine oder zwei Strafen drohen. Nimmt Mercedes das Upgrade-Triebwerk bereits jetzt in seinen Bestand auf, könnte das Team vermeiden, dass Russell zunächst für eine Antriebseinheit älterer Spezifikation ans Ende des Feldes versetzt wird und später beim Einsatz des ADUO-Upgrades eine weitere Strafe erhält. Vorerst bleibt die Spezifikation jedoch offen.

Die Strafe gilt für den Grand Prix am Sonntag, nicht für den Sprint. Im Sprint startet Russell entsprechend seiner Qualifying-Platzierung – vorbehaltlich möglicher Strafen, die ihm oder anderen Fahrern im Laufe des Wochenendes auferlegt werden.
Antonellis Chance auf wichtige Punkte
Russells Teamkollege Kimi Antonelli erhielt beim Großen Preis von Italien ebenfalls einen frischen Satz Komponenten und fuhr anschließend von Startplatz 19 zum Sieg. In Singapur wartet eine andere Herausforderung: Überholen auf den Straßen von Marina Bay gilt als deutlich schwieriger, weshalb Russells Startposition ein erheblicher Nachteil ist.
Der Ausfall in Sepang und Antonellis 18 Punkte für den zweiten Platz vergrößerten den Abstand zwischen den beiden Mercedes-Piloten auf 84 Punkte. In Singapur kann Antonelli den Titel noch nicht sichern, denn nach dem Wochenende sind noch 150 Punkte zu vergeben. Ein perfektes Wochenende mit maximal 33 Punkten – durch Siege sowohl im Sprint als auch im Grand Prix – würde den Italiener in Verbindung mit einem punktlosen Wochenende für Russell jedoch in die Lage versetzen, beim Großen Preis der USA in Austin Weltmeister zu werden.
Russells unmittelbare Aufgabe besteht daher darin, den Schaden durch eine Strafe zu begrenzen, mit der Mercedes erst später in der Saison gerechnet hatte. Ob das Team die zusätzliche Belastung mit dem ADUO-Upgrade verbinden kann, bleibt die offene Frage vor dem Rennwochenende in Singapur.
