Analyse
So läuft das Hyperpole-Qualifying in der WEC und in Le Mans ab
Wie funktioniert die Hyperpole in der WEC? Erfahre mehr über das reguläre Qualifying und das separate K.-o.-Format mit Q, H1 und H2 bei den 24 Stunden von Le Mans 2026.

Die Hyperpole ist der abschließende Qualifying-Showdown der WEC. Dabei werden die vorderen Startplätze vergeben, nachdem das Teilnehmerfeld in einer ersten Session verkleinert wurde.
Das reguläre Meisterschaftsformat und das Format der 24 Stunden von Le Mans 2026 unterscheiden sich jedoch.
Wie läuft das Qualifying bei regulären WEC-Läufen ab?
Hypercar und LMGT3 absolvieren getrennte Qualifying-Blöcke.
Im regulären Zeitplan gibt es für jede Klasse eine zwölfminütige erste Session, gefolgt von einer zehnminütigen Hyperpole für die zehn schnellsten Fahrzeuge. Das Sportliche Reglement legt Mindestzeiten fest; die Veranstaltungsbestimmungen können den Zeitplan konkretisieren.

In der ersten Session werden die Startplätze ab Rang elf rückwärts vergeben. Die zehn qualifizierten Fahrzeuge kämpfen anschließend anhand ihrer Rundenzeiten in der Hyperpole um die ersten zehn Plätze.
Entscheidend ist die schnellste gewertete Runde – nicht der Durchschnitt der Zeiten aller Fahrer eines Teams.
Wer fährt im LMGT3-Qualifying?
Bei regulären WEC-Läufen 2026 fährt ein Bronze-Fahrer die erste LMGT3-Session, während ein Silber-Fahrer die Hyperpole bestreitet.
Deshalb ist die Fahrerwertung neben dem Namen wichtig. Dasselbe Fahrzeug kann in den beiden Phasen von unterschiedlichen Fahrern pilotiert werden.

Unser Bericht zum LMGT3-Qualifying in Barcelona zeigt, wie das Format in der Praxis abläuft.
Worin unterschied sich die Hyperpole in Le Mans 2026?
In Le Mans gab es drei Phasen: Qualifying, Hyperpole 1 und Hyperpole 2.
Die ersten Sessions dauerten mindestens 30 Minuten. Die Hypercars traten dabei getrennt von den gemeinsam gewerteten LMP2- und LMGT3-Fahrzeugen an.
Die 15 schnellsten Fahrzeuge jeder Klasse zogen in H1 ein, eine 20-minütige Session. Die zehn Schnellsten erreichten anschließend H2, das 15 Minuten dauerte.

In H2 wurden die ersten zehn Startplätze vergeben. Die in H1 ausgeschiedenen Fahrzeuge belegten entsprechend ihrer dort erzielten Zeiten die Plätze 11 bis 15. Die übrigen Positionen ergaben sich aus dem ersten Qualifying.
Fahren alle drei Le-Mans-Piloten?
Ein Team, das alle drei Phasen erreicht, muss in Q, H1 und H2 jeweils einen anderen Fahrer einsetzen.
Im LMGT3 blieb das erste Qualifying dem Bronze-Fahrer vorbehalten. In Le Mans entfiel jedoch die Beschränkung, nach der in der Hyperpole nur Silber-Fahrer antreten durften.

Was passiert, wenn das Qualifying unterbrochen wird?
Rote Flaggen, abgesagte Sessions, gestrichene Runden und Strafen können das Ergebnis verändern. Eine vorläufige Reihenfolge entspricht daher nicht immer der endgültigen Startaufstellung.
Ein aktuelles Beispiel dafür, wie wichtig der Showdown sein kann, ist Genesis’ erste WEC-Pole in Barcelona.
