Analyse
GP von Mexiko-Stadt: Der Guide zum Autódromo Hermanos Rodríguez
Die wichtigsten Zahlen, Herausforderungen in großer Höhe, die Geschichte und die Geradeausmodus-Zonen der Strecke von Mexiko-Stadt vor dem Grand Prix.

Die Formel 1 ist an diesem Wochenende zurück in Mexiko-Stadt – und Kimi Antonelli ist der Fahrer-WM zum Greifen nahe. Das Autódromo Hermanos Rodríguez stellt die Fahrer vor eine besondere Herausforderung: Auf dem 4,304 Kilometer langen Kurs mit 17 Kurven beeinflusst die dünne Luft den Grip, die Kühlung und die Leistung der Autos.
Auf dem Kurs von Mexiko-Stadt wechseln sich lange Geraden und technische Kurven ab
Der Grand Prix geht über 71 Runden und eine Gesamtdistanz von 305,354 Kilometern. Den Rundenrekord hält Valtteri Bottas mit 1:17,774 Minuten, aufgestellt 2021.
Mexiko war in drei Zeiträumen Gastgeber der Formel 1: von 1963 bis 1970, von 1986 bis 1992 und ab 2015 – mit Ausnahme von 2020. Die Strecke entstand 1959 unter dem Namen Magdalena-Mixhuca-Kurs, nachdem der Vater der Rennfahrerbrüder Ricardo und Pedro Rodríguez sich für ihren Bau eingesetzt hatte.

1962 fand dort ein Rennen außerhalb der Weltmeisterschaft statt. Im Jahr darauf gewann Jim Clark den ersten WM-Grand-Prix auf dem Kurs. Später wurde die Strecke nach den Rodríguez-Brüdern benannt. Wegen Sicherheitsbedenken verschwand sie zunächst aus dem Kalender, bevor sie 2015 nach umfangreichen Umbauten zurückkehrte.
Die Höhenlage von mehr als 2.200 Metern prägt die Herausforderungen für Fahrer und Autos. Auf lange Geraden folgen technische Schikanen. Zudem führt die Strecke durch das Foro-Sol-Stadion und vorbei an den Überresten der Peraltada-Kurve.

Der ehemalige Renault-Fahrer Jolyon Palmer beschrieb, wie sich ein Auto mit wenig Grip anfühlt und sich nur schwer stabilisieren lässt – besonders im mittleren Streckenabschnitt. Bei den Randsteinen ist Fingerspitzengefühl gefragt, während der langsame Abschnitt durchs Stadion eigene Herausforderungen mit sich bringt. Palmer hob außerdem die nahe Mauer in der vorletzten Rechtskurve als besonderes Risiko bei den schwierigen Gripverhältnissen hervor.
Geradeausmodus und wichtige Überholmöglichkeiten
Bei trockenen Bedingungen sind drei Abschnitte für den Geradeausmodus vorgesehen: die Start-Ziel-Gerade, der Streckenabschnitt zwischen den Kurven 3 und 4 sowie die Gerade zwischen den Kurven 11 und 12. Das System verstellt die Front- und Heckflügel, um auf Geraden den Luftwiderstand zu verringern und in den Kurven wieder mehr Abtrieb zu erzeugen.

Für den Überholmodus gibt es pro Runde einen Messpunkt in Kurve 14. Die Aktivierungslinie liegt am Eingang zu Kurve 17. Liegt ein Fahrer am Messpunkt weniger als eine Sekunde hinter dem Vordermann, darf er den Modus in der folgenden Runde nutzen.
Das Autódromo Hermanos Rodríguez ist die höchstgelegene Strecke im Formel-1-Kalender. Oscar Piastri erreichte dort 2025 eine Geschwindigkeit von 363 km/h, während Max Verstappen mit fünf Siegen in Mexiko-Stadt den Rekord hält. Lokalmatador Sergio Perez steht bei der Veranstaltung vor seinem 300. Grand-Prix-Start. John Surtees, Graham Hill und Lewis Hamilton sicherten sich auf dieser Strecke jeweils einen Weltmeistertitel.

Weitere Informationen zum Rennwochenende gibt es in unserem Zeitplan und TV-Guide zum Großen Preis von Mexiko-Stadt und in unserer Wettervorhersage.
