Großer Preis von Bahrain 2026 in Sepang: Zahlen und Fakten im Überblick

Die Formel-1-Saison 2026 wird an diesem Wochenende in Sepang fortgesetzt. Der Kurs richtet den 16. Saisonlauf aus – den Großen Preis von Bahrain in Malaysia. Am Freitag, dem 2. Oktober, stehen das erste und zweite Freie Training auf dem Programm. Am Samstag, dem 3. Oktober, folgen das dritte Freie Training und das Qualifying, bevor am Sonntag, dem 4. Oktober, das Rennen startet.
Sepang auf einen Blick
Die 5,543 Kilometer lange Strecke war 1999 erstmals Gastgeber eines Grand Prix – damals des Großen Preises von Malaysia. Den Rundenrekord hält Sebastian Vettel: 2017 fuhr er für Ferrari eine Zeit von 1:34,080 Minuten. Lewis Hamilton und Michael Schumacher teilen sich mit jeweils fünf Polepositions den Rekord; Vettel führt mit vier Siegen die Bestenliste an. Sepang war die erste von Hermann Tilke entworfene Formel-1-Strecke.
Beim Rennen 2017 gab es 73 Überholmanöver. Bei den letzten fünf Grands Prix auf dem Kurs lag die Wahrscheinlichkeit für ein Safety-Car und für ein virtuelles Safety-Car jeweils bei 20 Prozent. Der geschätzte Zeitverlust beim Boxenstopp beträgt 23,7 Sekunden.
Jolyon Palmer beschreibt Sepang als flüssige Runde, die einen schnellen Mittelsektor mit harten Bremszonen und Möglichkeiten zum Kontern verbindet. Die breite Anfahrt auf Kurve 1 belohnt einen späten Scheitelpunkt, der eine gute Linie für Kurve 2 ermöglicht. Die schnelle Passage durch Kurve 5 und 6 verlangt Mut und präzise Richtungswechsel. Besonders heikel ist das Anbremsen der Kurven 11 und 14; die letzte Kurve bietet eine Überholmöglichkeit.
Weitere Informationen zum Zeitplan und zum Titelkampf gibt es in unserer Vorschau auf den Großen Preis von Bahrain 2026 in Malaysia.
Die wichtigsten Zahlen
- Erster Grand Prix – 1999 (als Großer Preis von Malaysia)
- Streckenlänge – 5,543 km
- Rundenrekord – 1:34,080 Minuten, Sebastian Vettel, Ferrari, 2017
- Meiste Polepositions – Lewis Hamilton und Michael Schumacher (je 5)
- Meiste Siege – Sebastian Vettel (4)
- Wissenswertes – Sepang war die erste Formel-1-Strecke, die vom renommierten Streckendesigner Hermann Tilke entworfen wurde
- Überholmanöver 2017 – 73
- Safety-Car-Wahrscheinlichkeit – 20 %*
- Wahrscheinlichkeit für ein virtuelles Safety-Car – 20 %
- Zeitverlust beim Boxenstopp – 23,7 Sekunden
Reifen, Bedingungen und offene Fragen am Wochenende
Pirelli stuft den Belag in Sepang als relativ rau ein. Für Freitag wird zunächst wenig Grip erwartet, der sich mit zunehmender Befahrung der Strecke verbessern dürfte. Eine zentrale Herausforderung ist es, die Temperaturen beider Reifensätze im Griff zu behalten. Teile des Kurses wurden 2023 neu asphaltiert; außerdem fanden seit Anfang September weitere Arbeiten zur Einebnung statt. Laut Pirelli sind die allgemeinen Eigenschaften des Belags jedoch weiterhin mit den 2017 gemessenen Werten vergleichbar.
Den Teams stehen nur wenige aussagekräftige Daten zur aktuellen Fahrzeuggeneration zur Verfügung. Deshalb ist das Training am Freitag besonders wichtig, um die Balance der Autos und das Verhalten der Reifen zu beurteilen. Anfang Oktober kommt es in der Region häufig zu Gewittern am Nachmittag. Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und plötzlich einsetzender Regen könnten daher jede Session erschweren.
Der Formcheck
George Russell reist nach Baku, wo er die Poleposition und seinen dritten Saisonsieg holte. Damit verringerte er den Vorsprung seines Teamkollegen Kimi Antonelli in der Meisterschaft auf 66 Punkte. Auch Red Bull zeigte sich stark: Max Verstappen verpasste den Sieg nur knapp, während Isack Hadjar auf das Podium fuhr. McLaren blieb in Baku ohne Punkte, Ferrari holte dagegen mit beiden Autos Zähler.
Racing Bulls baute den Vorsprung auf Alpine im Kampf um Platz fünf der Teamwertung aus. Franco Colapinto muss eine Strafversetzung um fünf Startplätze verbüßen, während Haas an sein erstes Doppel-Punkteergebnis anknüpfen möchte. Williams kommt von einem Wochenende, an dem Carlos Sainz erstmals seit Mai wieder die Top 10 erreichte.
Unter den Pole-Settern und Siegern der Jahre 2021 bis 2025 finden sich drei Siege und drei Polepositions für Verstappen. Oscar Piastri holte 2025 beide Erfolge. Die Geschichte von Sepang zeigt zudem, dass es für Drama keinen Regen braucht: 2013 setzte sich Sebastian Vettel gegen seinen Teamkollegen Mark Webber durch, nachdem die beiden trotz einer Teamorder um den Sieg gekämpft hatten.
