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Leclerc widerspricht Hadjar: Ferrari hatte nicht das schnellste Auto
Charles Leclerc widerspricht Isack Hadjar: Ferrari habe in Singapur nicht das schnellste Auto gehabt. Die Unterschiede zwischen den Teams seien zu gering für ein eindeutiges Urteil.

Isack Hadjar hat infrage gestellt, ob Red Bull in Singapur das schnellste Auto hatte. Charles Leclerc widersprach jedoch der Behauptung, Ferrari habe auf dem Marina-Bay-Kurs einen Vorteil gehabt.
Hadjar erklärte, der Ferrari SF-26 sei beim Großen Preis von Singapur das schnellste Auto gewesen. Mit diesem Wagen hätte Max Verstappen seiner Ansicht nach noch deutlicher gewonnen. Verstappen schlug Leclerc um 7,335 Sekunden und feierte damit seinen zweiten Sieg in Folge – nach seinem Erfolg in Sepang.
Hadjar sieht Ferrari vor Red Bull
Hadjar sagte, er halte den RB22 von Red Bull in Singapur nicht für das schnellste Auto und bezeichnete ihn als schwierig zu fahren. Zwar räumte er ein, dass das Team in Malaysia dominiert habe, doch in Marina Bay habe Ferrari seiner Meinung nach die Nase vorn gehabt.
Zudem meinte der Franzose, Verstappen hätte im Ferrari mit größerem Vorsprung gewonnen. Hadjar selbst konnte in Singapur nicht an die Form seines Teamkollegen anknüpfen, nachdem er wegen eines neuen Motors in der Startaufstellung zurückversetzt worden war.
Die Aussage fiel, nachdem Verstappen das Rennen nach der Anfangsphase kontrolliert hatte. Leclerc verzichtete zu Beginn auf einen Überholversuch gegen den Red Bull und kämpfte anschließend um Platz zwei, während Verstappen davonzog. Mehr zu Hadjars Weg bei Red Bull lesen Sie in unserem Bericht über seine Rückkehr zum Großen Preis von Aserbaidschan 2026.
Leclerc hält einen Vergleich für kaum möglich
Leclerc widersprach entschieden. Er nannte Hadjars Einschätzung „Unsinn“ und argumentierte, der Red-Bull-Pilot könne nicht wissen, wie sich der Ferrari fahre – genauso wenig, wie Ferrari von außen das Auto von Red Bull vollständig beurteilen könne.
Der Monegasse sagte, das Feld liege so eng beisammen, dass schon kleine Unterschiede bei der Abstimmung der Autos die Leistung stark beeinflussen könnten. Deshalb lasse sich nur schwer mit Sicherheit sagen, welches Team das schnellste Gesamtpaket habe.
Leclerc verwies außerdem auf Mercedes, das Ferrari überrascht habe. Ferrari habe erwartet, dass Mercedes bei den jüngsten Rennen weiter vorne liegen würde. Zugleich könne das Team aber deutlich davonziehen, wenn es die Leistung abrufe, zu der sein Auto laut Leclerc fähig sei. Andernfalls bleibe der Wettbewerb eng.
Der Schlagabtausch zeigt, wie unterschiedlich Fahrer dieselbe Kräfteverteilung einschätzen können. Leclerc hat sich auch an anderer Stelle öffentlich zu Kritik geäußert – in seinem Bericht über seinen Umgang mit negativen Kommentaren.
