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Verstappen erkennt einen Vorteil in Red Bulls Funkproblemen
Max Verstappen sagt, die Funkverbindung bei Red Bull sei in Mexiko klarer gewesen. Dass Außenstehende nicht alles verstehen, sei aber ein Bonus.

Max Verstappen sagt, Red Bull habe bei der gestörten Funkkommunikation Fortschritte gemacht. Einen unerwarteten Vorteil sieht er allerdings darin, dass Außenstehende nicht immer verstehen, was über Funk gesagt wird.
Das Problem hat Verstappen und seinen Teamkollegen Isack Hadjar bei mehreren Grands Prix begleitet. Beim Singapur-GP musste Renningenieur Gianpiero Lambiase die Strategie mit Verstappen mithilfe einer Reihe von Codes besprechen. Nach Tests mit einigen Anpassungen sei die Verbindung in Mexiko besser gewesen, sagte der Fahrer. An ein paar Einstellungen müsse das Team aber noch arbeiten.
Verstappens Aussagen fallen mit seinen wiederholten Beschwerden im Training über die Schaltvorgänge zusammen. Er sagte, mit diesen Bemerkungen wolle er das Team dazu bringen, weiter nach Verbesserungen zu suchen – und nicht einfach nur seinem Ärger Luft machen. Auch bei Strategiegesprächen spielt der Funk eine wichtige Rolle, wie unser Bericht über Red Bulls Strategieentscheidungen zeigt.
Das Team versteht ihn besser – auch wenn andere nur Bahnhof verstehen
Verstappen sagte, Red Bull habe ihn in Mexiko gut verstanden, auch wenn das für andere Zuhörer nicht gegolten habe. Mit einem Scherz merkte er an, dass die schlechte Verständlichkeit für Außenstehende ruhig so bleiben könne. Zugleich stellte er klar, dass sich die Kommunikation zwischen Fahrer und Kommandostand verbessert habe.
Seine Kommentare zu den Schaltvorgängen seien Ausdruck seines Wunsches, das Auto weiter zu verfeinern und noch mehr Rundenzeit herauszuholen, erklärte er. Er sei selten zufrieden, weil es seiner Ansicht nach immer etwas zu verbessern gebe. Diesen Blick fürs Detail – und nicht den Ton seiner Beschwerden – solle das Team daraus mitnehmen.
Die Situation rückt auch Lambiases Zusammenarbeit mit Verstappen in den Fokus. Mehr über Lambiases Zukunft bei Red Bull.
Bei Regenfahrten sorgt auch die Software für Bedenken
Der Funk war nicht das einzige technische Problem, das vor dem São-Paulo-GP zur Sprache kam. Da mit nassen Bedingungen gerechnet wird, steht den neuen Antriebseinheiten ein weiterer Test bevor: In Malaysia war bei Nässe während der Einführungsrunde ein Softwarefehler aufgetreten. Mehrere Autos blieben stehen, bevor sie die Startaufstellung erreichten. Techniker des Automobil-Weltverbands FIA behoben das Problem, ehe das Rennen fortgesetzt wurde.
Verstappen scherzte gegenüber Arvid Lindblad und Fernando Alonso, er habe eine Antivirensoftware in seinem Auto installiert. Alonso sagte, der bergauf führende Abschnitt nach der letzten Kurve könne jedes Auto mit einem Problem weit von der Strecke entfernt stranden lassen. Er hoffe jedoch, dass man die Ursache nach dem Vorfall in Malaysia verstanden und behoben habe.
