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Analyse

Warum Mercedes 2026 in der Formel 1 keinen klaren Vorteil mehr hat

Mercedes führt weiterhin beide Meisterschaften an. Doch Pole-Zeiten und jüngste Siege zeigen: Ferrari, McLaren und Red Bull haben den Rückstand verkürzt.

Warum Mercedes 2026 in der Formel 1 keinen klaren Vorteil mehr hat
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Mercedes startete mit sechs Grand-Prix-Siegen in Folge in die Saison 2026. Diese frühe Erfolgsserie verschaffte dem Team einen klaren Vorsprung. Die Zahlen der vergangenen Rennen deuten jedoch auf einen deutlich engeren Wettbewerb hin, während sich die Teams auf den Großen Preis der USA vorbereiten.

Die Silberpfeile liegen in beiden Meisterschaften weiterhin vorn, und Kimi Antonelli kann sich in Austin berechtigte Hoffnungen auf seinen ersten Weltmeistertitel machen. Doch die Siege gingen zuletzt an die Konkurrenten: Ferrari triumphierte in Österreich und Großbritannien, McLaren gewann in Ungarn und den Niederlanden, und Red Bull holte die jüngsten Siege in Malaysia und Singapur.

Die Abstände im Qualifying zeigen, wie eng das Feld zusammengerückt ist

Von Australien bis Japan lag Mercedes beim durchschnittlichen Rückstand auf die Pole-Position bei null. McLaren fehlten 0,567 Sekunden, Ferrari 0,596 Sekunden und Red Bull 0,974 Sekunden. Auch von Miami bis Belgien lag Mercedes in Führung, doch Ferrari war bis auf 0,267 Sekunden herangerückt. Red Bull lag 0,313 Sekunden zurück, McLaren 0,432.

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Von Ungarn bis Singapur betrug Mercedes’ durchschnittlicher Rückstand 0,162 Sekunden. Ferrari, McLaren und Red Bull lagen allesamt innerhalb von 0,339 Sekunden. Lässt man Baku als Ausreißer außen vor, führt Ferrari den Vergleich mit 0,184 Sekunden Rückstand auf die Pole an – knapp vor Mercedes mit 0,189, McLaren mit 0,191 und Red Bull mit 0,233 Sekunden.

Der stellvertretende Teamchef Bradley Lord sagte, die Weiterentwicklungen der Konkurrenz hätten das Kräfteverhältnis verändert. Ferrari und Red Bull brachten vor oder rund um Baku Neuerungen, Mercedes führte sein Update in Malaysia ein. Lord räumte ein, dass beide Rivalen in den jüngsten Rennen konkurrenzfähiger gewesen seien als zu Saisonbeginn. Das eigene W17-Update brachte im Vergleich weniger Fortschritt als erhofft.

Die veränderte Lage spiegelt sich auch in der Zahl der Siege wider: Mercedes kommt auf elf, Ferrari, McLaren und Red Bull jeweils auf zwei. Seit 1990 ist es erst das zweite Mal, dass vier Teams in einer Saison mehrere Siege einfahren – zuvor gelang das denselben vier Rennställen 2024. Auch Antonelli hat eingeräumt, dass Mercedes nicht mehr das schnellste Auto hat.

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Mercedes rechnet in Austin mit einem Vierkampf

Der stellvertretende Technikdirektor Simone Resta sagte, welches Team am stärksten sei, habe sich von Rennwochenende zu Rennwochenende verändert. Er rechnet damit, dass Red Bull mitmischt, bezeichnete Ferrari bei unterschiedlichen Bedingungen als konkurrenzfähig und warnte, McLaren habe gezeigt, dass es mit deutlichem Vorsprung das stärkste Team sein könne.

Mercedes will wieder an die Spitze zurückkehren, doch die jüngsten Rennen wurden durch Rückschläge erschwert: Antonelli schlug im Qualifying in Baku in die Streckenbegrenzung ein, während George Russell in Malaysia einen Antriebsausfall erlitt. In Singapur musste Russell nach Überschreiten seines Kontingents vom Ende des Feldes starten. Im Sprint schied er dann aus, nachdem er zunächst in Führung gelegen hatte.

Ferraris geplanter neuer Unterboden für den Großen Preis der USA ist eine weitere Neuerung, die es im Blick zu behalten gilt. Mercedes führt die Meisterschaft zwar weiterhin an, doch die Zahlen aus dem Qualifying zeigen, warum die Silberpfeile in Austin keineswegs mit einem klaren Vorteil rechnen können.

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