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Porsches GEN4-Formel-E-Bolide überzeugt beim zweitägigen Monza-Test

Porsches 975 RSE fuhr beim zweitägigen Entwicklungstest in Monza bei trockenen und nassen Bedingungen und erreichte mehr als 300 km/h.

Porsches GEN4-Formel-E-Bolide überzeugt beim zweitägigen Monza-Test
© Porsche

Porsche absolvierte in Monza einen zweitägigen privaten Test mit seinem GEN4-Formel-E-Entwicklungswagen, dem 975 RSE. Dabei fuhr das Team bei trockenen und nassen Bedingungen, während die Vorbereitungen auf den Renneinsatz des Autos in Saison 13 weiterlaufen. Zugleich nutzte erstmals ein Formel-E-Team die Rennstrecke für Testfahrten.

Trockene und nasse Bedingungen boten Porsche unterschiedliche Testmöglichkeiten

Nico Müller und der zweimalige Weltmeister Pascal Wehrlein teilten sich am ersten, trockenen Tag das Cockpit. Über Nacht setzte Regen ein, sodass die Strecke am zweiten Tag nass und feucht war. Am Sonntag stieß auch das Porsche-Kundenteam Cupra Kiro zu den Testfahrten. Pepe Marti fuhr ebenfalls den Entwicklungswagen.

Die langen Geraden und harten Bremszonen der Strecke boten Porsche die Gelegenheit, die Hochgeschwindigkeits-Bremssysteme des Autos zu prüfen. Am Ende jeder Geraden muss der Wagen in der Bremszone viel Energie aufnehmen. Deshalb standen diese Streckenabschnitte beim Test besonders im Fokus.

Die schnellste Runde gelang früh am ersten Tag: 1:32 Minuten, wie Quellen gegenüber RacingNews365 angaben. Das Auto befand sich noch in der Entwicklungsphase und war nicht vollständig optimiert; außerdem wurde die Zeit auf gebrauchten Reifen gefahren. Porsche plante keinen Qualifikationslauf auf frischen Reifen. Die Zeit fiel daher im Rahmen des vorgesehenen Testprogramms und nicht bei einer Runde am Limit. Eine Simulatorsitzung hatte darauf hingedeutet, dass eine schnellere Zeit möglich sein könnte.

Der Test bildet auch den Hintergrund für Porsches Fahreraufstellung in Saison 13: Wehrlein und Müller sollen dem Team erhalten bleiben.

Der 975 RSE knackte 300 km/h, ohne sein Limit zu erreichen

Berichten zufolge kam das Auto seiner theoretischen Höchstgeschwindigkeit nahe, ohne ans Limit gebracht zu werden. Vor den Bremszonen überschritt es mühelos 300 km/h und erreichte seine höchste Geschwindigkeit etwa auf Höhe der Start-Ziel-Geraden. Auf den Geraden wurde noch etwas Tempo zurückgehalten – das Auto schöpfte sein volles Potenzial also nicht aus.

Auch die Fahrten am feuchten Sonntag wurden als besonders beeindruckend beschrieben. Der permanente Allradantrieb des 975 RSE und die Bridgestone-Reifen galten als wichtige Faktoren für seine Leistung unter diesen Bedingungen. Die Ascari-Schikane wurde als eine der eindrucksvollsten Stellen hervorgehoben, um das Auto auf der Strecke zu beobachten.

Porsche absolvierte den Test an beiden Tagen ohne größere Probleme. Die Teilnahme von Cupra Kiro unterstreicht zudem die Rolle des Teams als Porsche-Kunde in der kommenden GEN4-Ära. Mehr dazu steht in unserem Bericht über die fortgesetzte Zusammenarbeit mit Porsche. Der Wagen befindet sich weiterhin in der Entwicklung, doch seine Geschwindigkeit und sein Verhalten bei wechselnden Bedingungen stachen beim Testprogramm in Monza hervor.

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