Nachrichten
Hamilton fordert Ferrari-Setupkorrektur nach Fehler in Austin
Lewis Hamilton will mit Ferrari die Abstimmung seines SF-26 überarbeiten. Nach einem schwierigen Freitag in Austin lag Charles Leclerc in beiden Trainings vorn.

Lewis Hamilton will gemeinsam mit den Ferrari-Ingenieuren eine bessere Abstimmung für sein Auto finden. Der Freitag beim Großen Preis der USA in Austin war für ihn schwierig. Der siebenmalige Weltmeister sagte, die veränderte Abstimmungsrichtung habe ihm nicht gelegen – besonders auf den Bodenwellen der Strecke.
Teamkollege Charles Leclerc fuhr in beiden Trainings die Bestzeit. Damit lag 2026 erstmals ein Ferrari in beiden Sessions vorn. Hamilton wurde im ersten Training Sechster und im zweiten Vierter. Sein Rückstand auf Leclerc betrug jeweils 0,503 Sekunden und 0,615 Sekunden.
Hamilton fühlt sich nach Abstimmungsänderung unwohl
Hamilton sagte, das Team habe den Freitag genutzt, um einen anderen Ansatz auszuprobieren. Im SF-26 habe er sich jedoch nicht wohlgefühlt. Leclercs Tempo zeige, welches Potenzial im Auto stecke. Ferrari müsse nun herausfinden, wie sich Hamiltons Seite der Garage verbessern lasse.

Der Unterschied zwischen den beiden Fahrern war nicht der einzige Grund für Hamiltons Ergebnis im zweiten Training. In der ersten Runde seines Versuchs auf weichen Reifen unterlief ihm in Kurve 1 ein Fehler, woraufhin er den Versuch abbrach. Die Runde spiegelte daher nicht sein bestes Potenzial auf dieser Reifenmischung wider.
Hamilton erklärte, das Training habe dem Team die Möglichkeit gegeben, Ideen zu testen und mehr über das Auto zu lernen. Als Nächstes wolle er gemeinsam mit Ferrari die Daten auswerten und herausfinden, wo sich sein Auto verbessern lasse. Mehr zur Entwicklung seiner Zusammenarbeit mit Ferrari gibt es auch in unserem Bericht über Hamiltons Blick auf die Zukunft bei Ferrari.

Leclercs Bestzeiten in beiden Trainings setzen Maßstab
Leclercs Leistung liefert Ferrari einen klaren Anhaltspunkt bei der Bewertung von Hamiltons Abstimmung. Er führte beide Trainings an, während Hamilton jeweils außerhalb der Top drei landete. Nun muss das Team den Rückstand mit den Fahrproblemen abgleichen, die Hamilton geschildert hat.
Hamilton setzte dabei auf Zusammenarbeit statt auf eine schnelle Lösung: Gemeinsam mit den Ingenieuren wolle er das Auto besser abstimmen. Die Gespräche finden vor dem Hintergrund des großen Interesses an seinem Verhältnis zum Team statt – dazu gehört auch die Berichterstattung über angebliche Veränderungen bei Ferrari.
Die Ergebnisse vom Freitag zeigen, dass Ferrari dank Leclerc über ein vielversprechendes Tempo verfügt. Zugleich gibt es bei Hamilton eine konkrete Frage zur Abstimmung zu klären. Das Team muss die Erkenntnisse nun nutzen, um ein Auto zu finden, in dem sich beide Fahrer wohlfühlen.
