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Toyotas Technikchef Floury erwartet 2027 harte WEC-Titelverteidigung
David Floury erwartet für Toyota 2027 eine schwierige Titelverteidigung in der WEC. Er führt die Aufholjagd auf starke Rennumsetzung zurück, während Monza den Titelkampf zwischen den beiden Toyota-Crews entscheidet.

Toyotas Technikchef David Floury erwartet, dass die Verteidigung der WM-Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft 2027 schwierig wird – trotz der Aufholjagd 2026, die er nicht allein auf das reine Tempo, sondern ebenso auf die Umsetzung im Rennen zurückführt.
„Unsere Titel zu verteidigen, wird hart, aber wir freuen uns darauf, nächstes Jahr wieder anzugreifen“, sagte Floury im Interview mit fiawec.com vor dem Rennen in Monza.

Toyota hat sich bereits die Hersteller-Weltmeisterschaft gesichert. Auch der Fahrertitel geht garantiert an eine der beiden Crews, doch ihr internes Duell ist vor dem Saisonfinale noch offen.
Floury lobt das besser fahrbare Auto und die stärkere Umsetzung
Floury erklärte, bei der Entwicklung des TR010 HYBRID habe man darauf abgezielt, das Auto leichter fahrbar zu machen, die Abstimmung zu vereinfachen und unter unterschiedlichen Bedingungen konstantere Leistungen zu erzielen. Auch das Erscheinungsbild wurde überarbeitet.

Auch seine Bilanz von vier Toyota-Siegen in sieben Läufen fiel differenziert aus. Barcelona sei der einzige Erfolg gewesen, den Toyota dank überlegener Pace eingefahren habe. Bei den anderen Siegen, darunter in Imola und Fuji, seien Strategie und Umsetzung entscheidend gewesen.
Der Doppelsieg in Barcelona, mit dem Toyota die Herstellerkrone perfekt machte, gelang nach einem Start bei nasser Strecke und wechselnden Bedingungen. Der #8 kam vor dem #7 ins Ziel, Ferraris #50 komplettierte das Podium.
Damit war ein Titel entschieden – der Kampf um die Fahrerwertung blieb ganz in Toyotas Händen.

Rückschläge in Austin bleiben eine Lehre für die Champions
Floury sagte außerdem, Toyota habe das Hydraulikproblem behoben, das den Einsatz des #7 in COTA beendete, sowie einen Softwarefehler, der die Zeitstrafe für den #8 wegen zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse verursacht hatte. Er betrachtete diese Probleme als Mängel, die behoben werden müssten, statt sie als Pech abzutun.
Der Fokus auf Zuverlässigkeit ergänzt sein Lob für die Aufholjagd des Teams: Der Titelgewinn macht weitere Verbesserungen nicht überflüssig.

Ford und McLaren verschärfen 2027 die Konkurrenz
Bei der nächsten Titelverteidigung bekommt Toyota es mit zwei neuen Hypercar-Programmen zu tun. McLaren bereitet für 2027 den Einsatz von zwei MCL-HY-Prototypen vor. Ford hat ein Zwei-Wagen-Projekt mit ORECA-Chassis und V8-Saugmotor bestätigt.
Mit ihrem Einstieg wächst das Teilnehmerfeld, doch wie konkurrenzfähig die beiden Programme im Rennen sein werden, lässt sich noch nicht mit Toyotas etabliertem Betrieb vergleichen.

In Monza steht noch ein Toyota-Champion fest
Bevor der Blick ganz auf die nächste Saison geht, entscheidet das Finale in Monza, welche Toyota-Crew den Fahrertitel holt.
Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa liegen 17 Punkte vor Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries. Kobayashi hat Teamorder ausgeschlossen.
Für Conway ist es zugleich der letzte Einsatz als Profi. Die Crew des #7 kann also versuchen, seinen Abschied mit einem starken Ergebnis und einem Titelkampf zu verbinden. Das Sechs-Stunden-Rennen beginnt am Sonntag, dem 8. November, um 11:00 Uhr MEZ.
